access_time 11. März 2019 placeMérida, Celestun & Campeche, Mexiko local_offer Weltreise

Weltreise: Mérida, Celestún und Campeche

Janine & Stefan Weiter gehts auf unserer Reise durch Mexiko. Wir genossen die Großstadtstimmung in Mérida, beobachteten Flamingos in Celestún und besuchten die historische Altstadt in Campeche.

Tag 6: Ankunft in Merida

Zweieinhalb Stunden Fahrt hatten wir hinter uns; es war mittags, als wir in Mérida aus dem Bus stiegen. Eine trockene Hitze empfing uns schon während der ersten Schritte. Wie auch schon die letzten Male, begann unser Besuch in der neuen Stadt mit der Suche nach unserer Unterkunft.

Die Orientierung in Mérdia ist relativ einfach. Alle Straßen sind durchnummeriert; Straßen mit ungeraden Zahlen führen von Ost nach West, die mit geraden Zahlen von Nord nach Süd. So konnten wir leicht abschätzen, wo wir wie abbiegen mussten, um ans Ziel zu gelangen.

Durch eine unscheinbare Tür betraten wir das Hostel “Casa Jade”*. Nachdem alle Formalitäten erledigt waren, erklommen wir die Stufen in den ersten Stock. Dort empfing uns eine wunderbar gemütlich wirkende Terrasse. Von dieser führte ein schmaler Gang zu den Zimmern, welche sich hinter wunderschönen Toren aus Gusseisen und Glas befanden (was die Zimmer jedoch ziemlich hellhörig machte).

Unser Zimmer war sehr schlicht und modern eingerichtet, und wir beschlossen den restlichen Tag hier zu verbringen. Kurz verließen wir noch das Haus, um nach Essbarem ausschau zu halten, die große Stadttour hatten wir uns aber für den nächsten Tag aufgehoben; wir hatten beschlossen uns der Free Walking Tour anzuschließen.

Die Abende konnten wir gemütlich auf der Terrasse des Hostels "Casa Jade" verbringen.

Tag 7: Durch die Stadt mit der Free Walking Tour

Nach ausgiebigem Frühstück im Hostel (das war wieder einmal gratis dabei!), machten wir uns gegen 10 Uhr auf den Weg zum Parque de Santa Lucía. Hier empfing uns auch schon unser Guide und eine Gruppe von rund 10 anderen Touristen.

Unser Guide gab uns viele Einblicke in die Geschichte von Mérida, und so wanderten wir langsam vom Parque de Santa Lucía Richtung Plaza Grande. Dabei besuchten wir unter anderem die alte Universität von Mérdia, dessen Innenhof kostenlos betreten werden kann. Hier ein kleiner Tipp: Oft sitzt Sicherheitspersonal am Eingang eines Innenhofes oder Gebäudes, das heißt aber nicht, dass es nicht betreten werden darf! Also notfalls einfach kurz Fragen und nicht abschrecken lassen.

Weiter machten wir einen Abstecher im Jose Peon Contreras Theater. Hier gibt es regelmäßig Konzerte, die sich gut in das Reiseprogramm einbauen lassen.

Sehr interessant war auch die große Kathedrale von Mérida. Einer der ersten Gebäude in Mérida, wurde sie zum Teil aus Steinen einer alten Maya-Pyramide gebaut, die am Platz des heutigen Plaza Grande stand. Beim genaueren Hinsehen, kann man an der Kirchenwand noch verzierte Steine der Pyramide erkennen.

Nach ungefähr 2 Stunden und vielen gehörten Informationen, später endete die Tour in unmittelbarer Nähe unserer Unterkunft.

Später am Tag spazierten wir noch zum Parque de Santa Ana, welcher uns von Ivan, unserem Guide der Free Walking Tour, empfohlen worden war. Hier gabes am Rande des Parks ein paar kleine Imbissläden, an denen man lokale Gerichte bestellen kann.

Wir orderten Papadzules – warme Tortillas mit Kürbiskern-Sauce, und Relleno Negro – einen schwarzen Eintopf mit Putenfleisch. Beide Gerichte sollten man probiert haben, unsere Lieblingsgerichte wurden sie allerdings nicht.

Auf dem Weg zurück zum Hostel, versuchten wir noch eine günstige Tour nach Celestún zu finden. Jedoch lagen die günstigsten Angebote bei rund 80 Euro, weshalb wir entschieden, den Ausflug auf eigene Faust zu planen.

Die Free Walking Tour in Mérida war sehr informativ.

Papadzules – Tortillas mit Kürbiskern-Sauce.

Relleno Negro – Ein schwarzer Eintopf mit Putenfleisch.

Tag 8: Flamingos, Pelikane und Krokodile in Celestún

Direkt nach dem Frühstück packten wir unsere Tagesrucksäcke und spazierten zum 2. Klasse Bus-Terminal “Mérida Noreste”. Von hier aus fahren stündlich in die kleine Stadt am Meer: Celestún. Für eine einfache Fahrt bezahlten wir pro Person rund 3 Euro.

Kaum angekommen, wurden wir auch schon von einem Einheimischen angesprochen, der uns seine Bootstour anbieten wollte. Nach etwas überlegen, und warten auf weitere Teilnehmer beschlossen wir die Tour für rund 16 Euro pro Person zu machen. Im Vergleich zu den volloriganisierten Touren von Merida aus entspricht das weniger als einem Viertel. Es zahlt sich also aus, die Tour auf eigene Faust zu organisieren.

Sobald alle das Boot bestiegen hatten, ging es auch schon los. Am wunderschönen feinsandigen Strand von Celestún entlang, bis rein ins Reservat Ría Celestún. Schon auf dem Weg konnten wir unzählige Pelikane beobachten.

Nach etwa einer halben Stunde Fahrt, konnten wir in der Ferne einen rötlichen Schimmer wahrnehmen. Da waren sie also: die Flamingos. Hunderte, wenn nicht tausende von pinken Vögeln stolzierten durchs seichte Wasser. Immer wieder sah man auch die fliegende Exemplare, die trotz ihrer Größe graziös übers Wasser glitten.

Am Weg zurück gab es noch eine Überraschung für uns. Als wir entlang der Mangroven-Wälder fuhren, bog unser Bootsführer plötzlich in einen kleinen Flussarm in den Mangroven ab. Auf einmal waren mitten im Wald. Eine ganz spezielle Stimmung. Auf unserer Fahrt durch das Dickicht, konnten wir einige Wasservögel, so wie auch ein kleines Krokodil sehen.

Die Rückfahrt nach Celestún war durch den stärker werdenden Wind etwas ruppig, und so waren wir froh endlich wieder festen Boden unter den Füßen zu haben.

Nach einem kurzen Strandspaziergang, beschlossen wir, wieder die Rückreise anzutreten. Mit eintretender Dunkelheit erreichten wir wieder Mérdia.

Unzählige Flamingos konnten wir auf unserer Bootstour in Celestún beobachten.

Auch so hat Celestún was was zu bieten: zum Beispiel die wunderbar bunte Kirche.

Tag 9 und 10: Ein neues Bundesland – Campeche

Auch wenn wir hätten sicherlich noch zwei oder drei weitere Tage in Mérida verbringen könnten, so stand unsere Weiterfahrt bereits fest.
Eine etwa zweistündige Busfahrt brachte uns nach Campeche.
Vom Busterminal spazierten wir durch die pralle Mittagssonne etwa zwei Kilometer bis zu unserer Unterkunft “Hotel Marina”*.

Am späten Nachmittag entschieden wir uns nochmal rauszugehen, und den Stadtkern zu erkunden. Campeche ist bekannt durch seine historische Altstadt, die sogar seit 1999 UNESCO Weltkulturerbe ist. Um die Stadt herum zieht sich eine Festung. Am Meer gelegen so war Campeche im Mittelalter und der frühen Neuzeit mit Piraten konfrontiert.

Am zweiten Tag hatten wir vor, ebenso wie in Mérida, bei einer Free Walking Tour durch Campeche dabei zu sein. Leider ging es Stefan nicht ganz so gut, sodass wir die Führung nach einer halben Stunde abbrachen. Bis dahin hatten wir schon einiges zu der Kathedrale am Parque Principal gehört und sind durch das kulturelle Museum am selben Park gelaufen.
In den mexikanischen Kolonialstädten ist es wohl immer der Fall, dass es einen Hauptplatz oder Park gibt, an diesem angeschlossen eine mächtige Kathedrale und ein Regierungsgebäude sitzt.

Den Rest des Tages schonten wir uns im Hotel, denn am nächsten Tag stand unsere bislang längste Busfahrt auf dem Programm, nämlich die mit über 6 Stunden Fahrzeit von Campeche nach Palenque.

Wie auch schon in den anderen Städten, konnten wir die bunten Häuserfacaden bewundern.

Ist man hungrig, so lohnt es sich die Calle 59 aufzusuchen. Hier finden sich viele Restaurants.

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Und du?

Warst du schon mal in Mérida, Celestún oder Campeche? Oder in Mexiko generell? Oder steht das Land auf deiner nächsten Reise an?

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