access_time 06. März 2019 placeValladolid, Mexiko local_offer Weltreise

Weltreise: Valladolid und Chichén Itzá – Eines der neuen 7 Weltwunder

Stefan Nach den ersten Tagen in Mexiko ging es von Tulum weiter nach Valladolid – ein kleines Städtchen im Landesinneren. Hier liegt auch der ideale Ausgangspunkt für eine Fahrt zur Maya-Ruine Chichén Itzá, einem der neuen sieben Weltwundern. Außerdem hatten wir geplant noch eine Cenote in Valladolid zu besuchen.

Wir sind seit Februar 2019 auf Weltreise. Hier findest du einen Überblick über alle Weltreise-Artikel.

Tag 4: Auf nach Valladolid

Die drei Kilometer, die wir bei unserer Ankunft in Tulum zum Hostel gewandert waren, mussten wir natürlich auch wieder zurück. Ein Unterfangen, das bei über 30 Grad und vollgepackt durchaus zum Schwitzen anregt. Um nicht in die größte Mittagshitze zu kommen, hatten wir beschlossen lieber etwas früher loszugehen, und Zeit am ADO-Bus-Terminal zu verbringen. Immerhin war dort das verfügbare Internet über den WiFi-Hotspot minimal schneller und deutlich stabiler als das zuvor im Hostel.

Diesmal hatten wir uns einen kleineren Bus ausgesucht, der dieselbe Strecke fuhr, wie seine großen Kollegen, allerdings etwas günstiger war. Lustigerweise waren trotzdem – oder wahrscheinlich genau deshalb – mehr Touristen als Einheimische in Bus. Nach einer zweistündigen Fahrt – mit gefühlt gerade mal zwei Kurven – erreichten wir die Stadt Valladolid.

Das Hostel "Hostal 230"* war schnell gefunden; der Besitzer, ein ausgewanderter Chinese, empfing uns sehr herzlich. Angeschlossen am Hostel betrieb er einen kleinen China-Imbiss, und er bot uns sogar an das verpasste Frühstück mit einem gratis Abendessen zu ersetzen. Empfehlenswertes Hostel!

Nach einer kurzen Pause starteten wir eine kleine Erkundungsrunde. Sofort ins Auge stochen die bunten Häuerserfacaden: als hätte jemand willkürlich Farbe über die Stadt geschüttet, reihten sich Häuer jeder erdenklichen Farbe aneinander.

Auf jeden Fall besuchen sollten man den zentralen Park der Stadt. Wie eine grüne Oase liegt er da; umrandet von einem eisernen Zaun, kann er an mehreren Stellen betreten werden. Es fällt sofort auf, dass er ein großer Anziehungspunkt für Einheimische ist. Auf vielen der weißen, gusseisernen Bänke sitzen Personen, reden mit einander, lesen Zeitung oder genießen einfach die Atmosphäre. Alle Wege des Parks laufen in der Mitte an einem kleinen Springbrunnen zusammen. Am Rande des Parks ragt die Kathedrale von Valladolid in den Himmel.

Müde vom Tag und wieder zurück im Hostel mussten wir noch eine Entscheidung treffen. Sollten wir am nächsten Tag nach Chichén Itzá, oder nicht?

In vielen bunten Farben erstrahlen die Häuserfassaden von Valladolid.

Die Kathedrale von Valladolid erhebt sich neben dem zentralen Park der Stadt.

Tag 5: Chichén Itzá – Sollen wir wirklich?

Seit 2007 zählt das UNESCO-Weltkulturerbe Chichén Itzá zu einem der sieben Weltwunder der Neuzeit. Im Vorfeld hatten wir schon viel darüber gelesen und gehört, und wussten daher, dass es sich dabei wohl um die meistbesuchte Ruine in Mexiko handelt. Wir hatten auch viele negative Stimmen gehört, die einen Besuch nicht empfahlen.

Daher hatten wir ursprünglich vorgehabt, von einem Besuch vorerst abzusehen, und gegebenenfalls bei der Rückkehr nach Cancun noch einen Tagesausflug nach Chichén Itzá zu machen. Nun, so nah am Weltwunder wurden wir jedoch unsicher, überlegten hin und her, und entschlossen dann doch nach Chichén Itzá zu fahren.

Dafür hatten wir uns vorgenommen gleich früh am morgen zu den ersten zu zählen, die um 8 Uhr beim Öffnen des Areals bereitstanden. Also machen wir uns gleich um etwas 7 auf um uns ein Colectivo – ein mexikanisches Sammeltaxi – zu suchen. Kaum ein paar hundert Meter gelaufen, hupte uns schon ein passendes Colectivo an, und ab ging es.

Für gerade mal 70 Pesos (rund 3,20 Euro) für zwei (!) Personen war die vierzigminütige Fahrt ein wahres Schnäppchen. Alles andere als ein Schnäppchen war jedoch der Eintritt für Chichén Itzá. Sage und schreibe 481 Pesos (rund 21,60) pro Person mussten wir dafür auf den Tresen legen. Wir waren mit rund der Hälfte dieses Betrages ausgegangen, erfuhren aber nach Recherche im Internet, dass die Gebühren seit 1. Januar 2019 tatsächlich verdoppelt worden waren.

Immerhin hatten wir es geschafft unter den ersten Besuchern zu sein; so hatten wir die Möglichkeit ungestört einige Bilder von der berühmte großen Pyramide – genannt "El Castillo" oder "Die Burg" – gleich in der Nähe des Eingangsbereiches zu schießen.

Tatsächlich fanden wir auch noch andere Teile des Areals relative unbehelligt vor. Viele der Ruinen waren durchaus imposant. Sie wirkten auch gründlich gepflegt, was ihnen inmitten von ausgetretenen Wiesenflächen auch etwas den Reiz von altehrwürdigen Bauten nahm.

Mittlerweile hatten auch Händler begonnen ihre Verkaufstische aufzubauen, und es ließ sich bereits vermuten, dass es nun bald keinen freien Fleck am Wegesrand mehr geben würde, der nicht von Verkäufern von austauschbar wirkenden "Kunstgegenständen" eingenommen worden war.

Spätestens nach dem wir zur großen Pyramide zurückgekehrt waren, war das Gefühl sich in einem historischen Areal zu befinden gewichen; stattdessen schien es mehr und mehr als wären wir auf einem Jahrmarkt verloren gegangen. Der Weg zur "Heiligen Cenote" hatte danach jegliche mystische "Maya-Stimmung" verloren.

Bisschen ratlos verließen wir das Weltwunder: war es die richtige Entscheidung hierher zu kommen? Wir haben uns noch genauer darüber Gedanken gemacht, und das Für und Wider eines Besuches gegenübergestellt.

Zurück nach Valladolid ging es wieder mit dem Colectivo. Zur Mittagszeit erreichten wir wieder unser Hostel.

Das wohl bekannteste Fotomotiv von Chichén Itzá: die große Pyramide.

Schön verzierte Häuser befinden sich auch auf dem Areal von Chichén Itzá.

Cenote Zaci

Durch unsere geweckte Begeisterung für Cenoten motiviert, beschlossen wir an diesem Tag auch noch die in der Stadt gelegene Cenote Zaci zu besuchen. Wir hatten uns zuvor informiert, und hatten erfahren, dass der Zutritt zur Cenote kostenlos war, falls man im angrenzenden Lokal etwas konsumierte.

Ohnehin etwas hungrig, beschlossen wir uns – endlich – mal etwas mexikanisches Essen zu gehen und uns danach die Cenote anzusehen.

Im Vergleich zu den Cenoten die wir bereits gesehen hatten war diese nicht weniger beeindruckend. Über Stufen stiegen wir in eine riesige, halb offene Höhle hinab. Darin befand sich ein riesiger dunkelblauer Pool mit klarem Wasser. Etwas über dem Wasser waren sogar Sitzgelegenheiten angebracht. Rund um das Wasser war ein Weg in den Fels gehauen. So konnten wir die Cenote aus mehreren Blickwinkeln begutachten.

Da uns nach dem üppigen Essen nicht mehr nach Schwimmen zu Mute war, beschlossen wir danach wieder ins Hostel zurückzukehren, und unsere Sachen zu packen. Denn am nächsten Tag sollte es bereits wieder weiter gehen. Diesmal in die Hauptstadt von Yucatan: Mérida.

Gibt es auch: leckeres vegetarisches Essen in Mexiko.

Faszinierend: die Cenote Zaci in Valladolid.

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Und du?

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