access_time 30. Oktober 2018 place Kanada local_offer ,

Coolstes Outdoor Erlebnis 2018 – Einsame Nächte im westlichen Kanada

Janine   In Kanada gibt es bekanntlicherweise nur zwei Jahreszeiten: Winter und Juli. So kalt kann es doch Ende Mai nicht sein, haben wir uns gedacht, und flogen am 12. Mai nach Vancouver. Bereit für die Nationalparks und bereit für das Abenteuer.

Und das war unser Erlebnis

Ein richtiges Wohnmobil kam für uns nicht in Frage: Den Luxus brauchten wir nicht. Für uns sollte ein Auto ausreichen, das einfache Schlafplätze bot.

Noch aus Australien-Zeiten kannte ich die Mietwagen Firma Wicked Camper, die alte Autos umfunktionieren und die Hintersitze zu Schlafplätzen umbauen: Holzspanplatten und Matratzen darauf. In unserer „Luxusversion“ gab es im Kofferraum sogar ein Spülbecken mit Wasserhahn. Geschirr, Besteck und einen Gasanzünder gab es zur Ausstattung dazu. Ein Einkauf im Supermarkt und mehr brauchten wir nicht. Unser Start für die Autofahrt Richtung Nationalparks war perfekt.

Über die App WikiCamps Canada informierten wir uns vorab, wo wir an diesem Tag übernachten konnten. Als es immer später wurde und der Abend heran brach, hielten wir Ausschau nach unserer Übernachtungsmöglichkeit. Den zuvor ausgewählten und dann angesteuerten Campingplatz haben wir jedoch nicht finden können – oder es gab ihn einfach nicht mehr. So kam es, dass wir die erste Nacht irgendwo an einer Parkbucht verbringen mussten. Neben uns war ein Fluss mit reißender Lautstärke und trotzdem wirkte alles sehr romantisch einsam.

Als wir uns so langsam darauf einstellten, dort auch wirklich zu übernachten, tauchte plötzlich neben uns ein weiteres Auto auf. Eine Familie packte Speis und Trank aus und genoss ihr Abendessen direkt neben uns! Da unser Auto aber getönte Fensterscheiben hat, blinzelte die Familie immer neugierig in unser Auto hinein. Zum Glück fuhr die Familie nach dem Essen weiter. Ich prüfte auf verbleibende Spuren. Lektion 1 in Kanada: Keine Essensreste irgendwo liegen lassen! Und: dort wo man isst, schläft man nicht. Denn es werden sonst Bären (es gibt überall Schwarzbären und Grizzly-Bären UND Hinweistafeln) angezogen. Glück gehabt; die Familie hat alles an Essen und Müll wieder mitgenommen.

Wie man sich Bären gegenüber verhält, beziehungsweise auch nicht verhalten soll, das habe ich im Artikel How-To: „Wie du in Kanada garantiert vom Bären gejagt, angegriffen und gefressen wirst“ beschrieben.

Die erste Nacht am kanadischen Wildfluss an der Parkbucht war eher unruhig als erholsam. Darüber hinaus war es nachts um den Gefrierpunkt. Dies war natürlich trotz der warmhaltenden Schlafsäcke zu spüren: Das Gesicht war kalt und die Nase zu. Was für eine Nacht voller Abenteuer. Am Morgen machten wir uns weiter Richtung Jasper Nationalpark auf.

Abendessen mit dem Gaskocher

Unser erster Schlafplatz

Vorbereitung der Schlafplätze

Der geräumige Kofferraum

Ausgezogene Schlafplätze im Auto

Beschlagene Fenster am Morgen

Frühstück am kalten Morgen

Blogparade zum Thema Outdoor-Erlebnis 2018

Mike vom Outdoor-Blog Ousuca hat dazu aufgerufen, das coolste Outdoor Erlebnis 2018 (das Thema für die jährliche Blogparade) zu beschreiben. Wir finden, dass unser zweiwöchiger Trip durch die Nationalparks Jasper und Banff das absolute Highlight in diesem Genre war.

Auf alles eine Antwort: Unser Reiseführer für Kanada

Seit einigen Jahren besorgen wir uns den Reiseführer von Lonely Planet für die Vorbereitung und die eigentliche Reise.

Für West-Kanada schafften wir uns also den Lonely Planet in der Ausgabe „British Columbia & Canadian Rockies“ an und studierten den Reiseführer intensiv. Er half uns bei der Zusammenstellung der Route als auch vor Ort, um sehenswerte Orte auszumachen.

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Und du?

Warst du schon mal im Kanada? Falls ja, in welchem Monat? Oder planst du eine Reise dorthin?

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