access_time 5. Mai 2019 place Kaohsiung, Taiwan, China local_offer ,

Weltreise: Kaohsiung – Wieder Großstadt

Stefan   Vom ländlichen Hualien fuhren wir weiter in die zweitgrößte Stadt von Taiwan: Kaohsiung. Hier ließen wir uns wieder von der Großstadt treiben und machten einen weiteren Shopping-Ausflug. Außerdem besuchten wir den Lotussee mit seinen vielen Pagoden und Tempeln.

Wir sind seit Februar 2019 auf Weltreise. Hier findest du einen Überblick über alle Weltreise-Artikel.

Tag 61: Von Ost nach West – vom Land in die Stadt

Zwar hatten wir schon am Vortag unser Zugticket für die Fahrt von Hualien nach Kaohsiung gekauft, allerdings war in vielen der Züge kein Platz mehr frei. Nur der Zug um 6:08 Uhr hatte noch Sitzplätze für uns. So läutete bereits früh am Morgen unser Wecker.

Gepackt hatten wir schon am Vortag, weshalb wir auch wenig später unser Zimmer verlassen hatten und vor unserer Unterkunft standen. Zum Glück waren es auch nur wenige Minuten bis zum Bahnhof von Hualien.

Bevor wir uns auf die Suche nach dem richtigen Bahnsteig machten – in Taipei war das ja etwas komplizierter gewesen – holten wir uns noch schnell im 7-Eleven einen kleinen Reiseproviant.

Da der Bahnhof nicht so groß war wie der in Taipei, fanden wir unseren Bahnsteig auch sofort. Unser Zug schien direkt von Hualien abzufahren, denn er stand – auch einige Minuten vor der eigentlichen Abfahrt – schon zum Einsteigen bereit. Kaum bei unseren Sitzen angekommen, begaben wir uns wieder in unseren Reise-Modus: Kopfhörer auf und Kindle raus.

Rund 5 Stunden Fahrt hatten wir vor uns, als wir in Hualien abfuhren. Im gemächlichen Tempo hielten wir an fast jeder Station. Dennoch verging die Fahrt sehr zügig und bald war es auch schon wieder Zeit auszusteigen. Ein Blick auf die Uhr zeigte, dass wir sogar etwas früher angekommen waren als gedacht.

Hm, irgendwas war komisch. Der Bahnhof, an dem wir ausgestiegen waren, wirkte irgendwie klein für einen Hauptbahnhof einer Millionenstadt. Auch dass wir erst mit Hilfe durch das Bahnhofspersonal durch die Schranken in die Ankunftshalle kamen, verwunderte uns. Ein Blick auf Google-Maps gab uns Klarheit: Wir waren eine Station zu früh ausgestiegen!

Ein weiterer Blick auf die Karte zeigte uns jedoch, dass sich in unserer Nähe eine U-Bahn-Station befand. Noch einmal Glück gehabt.

An der Station angekommen, luden wir wieder etwas Guthaben auf unsere Transportkarte, die EasyCard. Wie auch in Taipei, konnten wir in Kaohsiung mit dieser Guthaben-Karte die Fahrten in den öffentlichen Verkehrsmitteln bezahlen.

Wenige Minuten später stiegen wir auch schon wieder aus der U-Bahn aus. Die Station „Formosa Boulevard“ war wohl die größte ihrer Art in Kaohsiung: Hier kreuzten sich beide U-Bahn-Linien.

Unser Hotel „Liuhe Su“* war in unmittelbarer Nähe der Station und lag im 12. Stock eines Hochhauses. Leider wurde uns mitgeteilt, dass der Check-In erst ab 16 Uhr möglich war. Da es erst Mittag war, hieß dies noch einige Stunden Wartezeit. Zum Glück konnten wir immerhin unsere großen Rucksäcke im Hotel lassen, während wir uns ein wenig die Beine vertraten.

Wir waren beide hungrig, also stand die Suche nach etwas Essbarem ganz oben auf unserem Plan. Wie auch schon öfter in Taiwan, war es wieder schwierig etwas Vegetarisches für Janine zu finden: So gut wie alle Essensstände und Restaurants hatten ihren Speisen ausschließlich in Chinesisch angeschrieben.

Schlussendlich fassten wir den Entschluss zum zweiten Mal an diesem Tag von 7-Eleven-Produkten satt zu werden. Da wir dort auch freies Wi-Fi hatten, beschlossen wir etwas länger dort zu verbringen.

Danach machten wir uns auf den Weg zum „Central Park“. Obwohl dieser etwas heruntergekommen wirkte, setzten wir uns dort auf eine Bank und lasen ein wenig.

Noch immer war genug Zeit übrig, bis wir in unser Zimmer konnten, so schlenderten wir noch eine Weile durch die Stadt. So spazierten wir Richtung eines Einkaufszentrum, das über gefühlt unendlich viele Stöcke verfügte. Im Endeffekt gab es in den Geschäften nicht wirklich was zu entdecken, zumindest nicht für unseren Geschmack,

Als wir dann endlich unser Zimmer betraten, waren wir allerdings positiv überrascht. Zum ersten Mal in Taiwan hatte unser Zimmer Fenster (mit tollem Ausblick noch dazu); außerdem hatten wir genügend Platz, um unseren Rucksack mal auszuräumen.

Auch die Lage des Hotels war toll: Als wir am Abend noch etwas Essen wollten, sahen wir, dass ein Nachtmarkt direkt vor unserer Tür seine Pforten geöffnet hatte. Die Auswahl an Speisen war groß, so fanden wir – endlich einmal – auch etwas Vegetarisches für Janine.

Kaohsiung Nachtmarkt

Viele Leute tummelten sich abends am Nachtmarkt.

Reiswurst mit Würstchen

Interessante Gerichte fanden wir: Reiswurst gefüllt mit einem kleinen Würstchen.

Tag 62: Entdeckungstour am Wasser

Nach einem gemütlichen Morgen, samt Frühstück im Zimmer, saßen wir in der orangen Linie der U-Bahn. Wir waren unterwegs in den Sizihwan Distrikt im Osten der Stadt und damit direkt am Meer.

Als wir die Treppen hochgestiegen waren und uns orientiert hatten, marschierten wir zielstrebig eine große Straße entlang. In dieser Richtung erwarteten wir bald an den Hafen zu kommen. Zwar sahen wir tatsächlich bald Wasser, jedoch standen wir auch vor etwas anderem, das uns mehr interessierte.

Vor uns sahen wir einen langen Tunnel, der durch den Hügel vor uns hindurchführte. Natürlich mussten wir wissen, was sich am anderen Ende befand, und so betraten wir auch gleich den Tunnel.

Am anderen Ende empfingen uns eine Ansammlung ähnlich aussehender Gebäude. Nachdem wir ein paar englischsprachige Schilder gesehen hatten, stellten wir fest, dass es sich dabei um eine Universität handelte. Eingebettet zwischen einem Hügel und dem Meer lag sie etwas abseits vom Trubel der Stadt.

Dem Meer entlang spazierten wir weiter, bis wir hoch auf einer Klippe einen Leuchtturm stehen sahen. Ein Blick auf die Karte zeigte uns, dass sich der Leuchtturm auf der Insel Cijin befand. Diese Insel lag vorgelagert vor dem Hafen von Kaohsiung.

Bald erreichten wir eine kleine Brücke. Diese führte über ein schmales Hafenbecken. Auf der anderen Seite sahen wir eine Fährstation, von der Boote hinüber nach Cijin fuhren.

Wir hatten nicht lange überlegt und schon standen wir in der Schlange von Leuten, die auch auf die Fähre wollten. Die Fähren fuhren im 10-Minuten-Takt und so war auch bald unsere Fähre einstiegsbereit.

Die Überfahrt nach Cijin dauerte noch weniger lang, als die Zeit dir wir auf die Fähre gewartet hatten. Als wir wieder an Land gingen, fanden wir uns in einem – für taiwanische Verhältnisse – touristischen Viertel wieder. Hier wurden wir sogar angesprochen, um uns Dinge zu verkaufen.

Wir überquerten die Insel und spazierten dem Strand entlang. Wirklich aufregendes gab es hier nicht zu sehen, aber für einen Spaziergang reichte es allemal. Am Weg zurück zur Fähre kamen wir an einem Markt vorbei, an dem jeder Stand dasselbe anzubieten schien: getrockneten Fisch in allen Variationen. Der Geruch trug dazu bei, dass wir möglichst schnell den Markt wieder verließen.

Da es mittlerweile sehr warm geworden war, beschlossen wir uns zurück zum Hotel zu fahren und die heiße Mittagszeit im Zimmer zu verbringen.

Am Abend machten wir uns noch einmal auf den Weg. Das erste Ziel war der „Love River“, der größte Fluss in Kaohsiung. Mitten in der Stadt war rund um den Fluss ein netter Park angelegt worden, durch den wir jetzt spazierten.

Unser eigentliches Ziel war allerdings der Rueifong Nachtmarkt. Dieser war um einiges größer, als der Nachtmarkt vor unserer Tür, die Gerüche mindestens so intensiv. Abgesehen von den Essensständen, gab es hier auch Kleidung zu kaufen und Buden mit Spielautomaten.

Auch hier war es wieder schwierig, etwas Vegetarisches zu finden, durch die große Auswahl gelang uns das dann aber doch. Jeder gönnte sich etwas und wir machten uns satt auf den Weg zurück ins Hotel.

Kaohsiung Leuchtturm

Bei unserem Spaziergang entdeckten wir auch den Leuchtturm auf der Insel Cijin.

Fähre nach Cijin

Mit einer Fähre fuhren wir auf die Insel Cijin.

Skyline von Kaohsiung

Von der Fähre aus hatten wir einen schönen Blick auf die Skyline von Kaohsiung.

Love River in Kaohsiung

Am Abend spazierten wir entlang des Love River.

Süßspeise am Rueifong Nachtmarkt

Auch leckere Süßspeisen fanden wir am Rueifong Nachtmarkt.

Tag 63: Shopping in der Mega-Mall

Nach nun schon 2 Monaten auf unserer Weltreise kamen wir langsam an einem Punkt, an dem Kleidungsstücke kaputt gingen, oder wir einfach merkten, zu wenig gepackt zu haben.

Also machten wir uns – wie auch schon in Taipei – auf in eine Shopping-Mall. Diesmal hatten wir uns die Dream Mall ausgesucht. Angeblich sollte sich dabei um eine der größten Malls im Osten von Asien handeln.

Uns empfingen 3 große Gebäude mit je 7 Stöcken (und 2 Kellergeschoßen) die voll mit Geschäften waren. Alle uns bekannten Marken waren vorhanden und noch einige mehr. Die Preise waren allerdings wieder relativ ähnlich zu denen in Europa, ein Schnäppchen zu machen hofften wir hier daher nicht.

Es dauerte einige Stunden, bis wir überall gewesen waren. Ausbeute: ein Paar Schuhe und ein Paar Sandalen für Janine. Außerdem hatten wir im Foodcourt und in einer Bäckerei genug Essbares gefunden, um die Shopping-Mall satt zu verlassen.

Insgesamt hatte der Besuch in der Dream Mall mehr Zeit in Anspruch genommen als gedacht. Erst am späten Nachmittag kehrten wir in unser Hotel zurück. Müde entschieden wir heute das Zimmer nicht mehr zu verlassen.

Tag 64: Drachen und Tiger – und weiter in den Süden

Schon wieder stand ein Abreisetag an. Weiter ging es diesmal nach Hengchun, der Stadt die wir als Ausgangspunkt für Ausflüge in den Kenting Nationalpark gewählt hatten.

Zuvor wollten wir aber noch eine Sehenswürdigkeit in Kaohsiung besuchen: die Drachen-und-Tiger-Pagoden am Lotussee. Dieser See lag nur unweit von der Zuoying Bahnstation entfernt, wo auch unser Bus abfahren sollte.

Zum Glück gibt es in Taiwan an vielen Bahnhöfen Schließfächer in verschiedenen Größen. Am Bahnhof angekommen sperrten wir unsere großen Rucksäcke in zwei davon.

Das Wetter war an diesem Tag stark bewölkt, aber immerhin regnete es nicht. Am Lotussee angekommen, sahen wir, dass dieser gar nicht so groß war und wir ihn mühelos würden umrunden können.

Für seine Dimension befanden sich allerdings überaus viele Tempel und Pagoden in unmittelbarer Nähe. Die bekannteste Sehenswürdigkeit sind die Drache-und-Tiger-Pagoden. Diese können durch den Schlund eines Drachen betreten und durch das Maul eines Tigers wieder verlassen werden.

Entlang des Sees befanden sich noch 3 weitere Tempel in unterschiedlichen Ausformungen. Ein Rundgang um den See ist so auf jeden Fall sehr abwechslungsreich.

Als wir die Runde geschafft hatten, gingen wir wieder denselben Weg zurück zur Bahnstation. Hier hatten wir schon zuvor in Erfahrung bringen können, wo wir Tickets für unseren Bus kaufen konnten. Für 600 NT$ (rund 17.30 Euro) bekamen wir ein Hin- und Rückfahrtticket für Hengshun. Der nächste Bus bereits in 15 Minuten abfahrtsbereit, schnell holten wir unsere Rucksäcke und auf gings in den Kenting Nationalpark.

Drachen und Tiger Pagoden am Lotussee in Kaohsiung

Die Drachen-und-Tiger-Pagoden zählen sicherlich zu den Highlights am Lotussee.

Viele Tempel am Lotussee in Kaohsiung

Am Lotussee befinden sich auch mehrere andere Tempel.

Wunschbäume am Lotussee.

In einem der Tempel gab es Wunschbäume, die mit auf Zetteln geschriebenen Wünschen behängt waren.

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