Der Zürsersee ist ein idyllischer Hochgebirgssee in Vorarlberg auf über 2.100 Metern Höhe. Er liegt zwischen Zürs und Lech am Arlberg und ist ein beliebtes Ziel für Wanderer. Hier stelle ich dir meine Wanderung vor.
Wegbeschreibung
Los geht es südlich des Ortskerns von Zürs. Dort, wo der große Parkplatz und die Bushaltestelle Trittkopfbahn liegen, ist der Wegweiser schon zu sehen. Mit einer Stunde und fünfzehn Minuten ist der Zürsersee angeschrieben. Wir verlassen Zürs und wandern nun bis zum Ziel stetig bergauf.




Über den von Gras und Steinen geprägten Weg gewinnen wir schnell an Höhe. Ein Blick zurück lässt Zürs mit seinem malerischen Ortsbild immer kleiner werden. Dahinter ragt die mächtige Rüfispitze (2.632 m) empor.
Vor uns erhebt sich die felsige Wand der Vordere Hasenfluh (2.534 m). Wir wandern unterhalb in die Richtung, wo wir in der Ferne Masten einer Bergbahn sehen. Zwischendurch wird der Weg flacher und führt über eine Wiese. Jetzt nehmen wir uns die Zeit, das eindrucksvolle Bergpanorama zu genießen und ein paar Fotos zu machen. Auf der steilen Wiese entdecken wir kleine Holzhütten, wahrscheinlich Heulager, und karge Felsen ganz weit entfernt.




Die Kuhglocken des Weideviehs im Tal haben uns begleitet, nun hören wir das Geräusch von weiter oben. Wir übersteigen einen unter Strom stehenden Weideband. Die Forststraße, die wir im Tal verlassen haben, auf diese treffen wir hier wieder. Wir lassen uns von den grasenden Kühen nicht stören und wandern nur noch ein Stück weiter nach oben, und dann stehen wir vor ihm: dem Zürsersee und seinem schönen blauen Wasser. Rechts erhebt sich die Bergstation der Seekopfbahn und das dazu gehörende Restaurant.
An einer Gabelung zeigt der Wegweiser den Weg zum Vorderen Hasenfluh an (anspruchsvoll!). Wir gehen hinab zum See in Richtung des langen Holzstegs, der uns neugierig mach. Dabei kommen wir vorbei an einer gemischten Gruppe aus Pferden und Kühen.






Nach einer Rast gehen wir weiter um den See herum bis zum Nordufer, wo wir wieder Wegschilder sehen. Wir wollen nach Lech am Arlberg über Wiesele absteigen und verlassen bald wieder das Weidegebiet. Aussichtsreich steigen wir steil hinab. Der Weg ist mit zwei Stunden und einer Viertelstunde angegeben. Der Grund für den längeren Abstieg ist, dass Lech tiefer liegt als Zürs und wir mehr Höhenmeter absteigen müssen, als wir zuvor aufgestiegen sind. Unten erblicken wir bereits Lech am Arlberg mit der Kirche, dessen Motiv einer Modelllandschaft gleicht.


Als wir eine Holzhütte entdecken, die zur Madlochalpe gehört, überlegen wir kurz, ob wir das Gipfelkreuz auf dem kleinen Hügel dahinter mitnehmen sollen oder nicht. Da wir aber noch einen langen Abstieg vor uns haben, entscheiden wir uns dagegen. Zuerst hören wir ihr Pfeifen, dann zeigen sich tatsächlich Murmeltiere. Und sogar eine Gämse kreuzt unseren Weg.




Wir nähern uns dem Zürsbach und haben damit den Großteil des Abstiegs geschafft. Nun geht es links weiter und kurze Zeit queren wir den Wildfluss über eine Brücke. Es folgt ein kurzes Stück durch den Wald und dann haben wir Lech erreicht. Es zeigt ein Wegweiser mit dem Symbol des Lechwegs, dass der Ortskern nur noch fünf Minuten entfernt ist. Und schon stehen wir mitten in Lech am Arlberg.

Varianten
- Die Tour lässt sich auch in umgekehrter Richtung von Lech nach Zürs gehen. Die Rückfahrt ist bequem mit dem Bus möglich – oder du wanderst dieselbe Strecke zurück.
- Zum See gelangst du auch mit dem Sessellift der Seekopfbahn in Zürs.
Weitere Tipps zum Wandern findest du in meinem Beitrag zu Wanderungen in Lech Zürs.