access_time 16. November 2018 placeSao Miguel, Portugal local_offer Wandern, Mehr Sehen

Azoren: Unsere 6 Highlights auf der Insel São Miguel

Janine Vulkane, Kraterseen, weitflächige Vegetation, Ruinen und so viel mehr: Auf São Miguel gibt es sehr viel zu entdecken. Die Insel wird auch als “die grüne Insel” bezeichnet und gehört zu der Azoren-Inselgruppe. Insgesamt gibt es neun Inseln, wobei São Miguel die größte ist. Die Azoren liegen mitten im Atlantik zwischen dem amerikanischen und europäischen Kontinent. Ich habe mich auf Anhieb in die Insel und ihre Vielseitigkeit verliebt.

Highlight #1: Das verlassenes Hotel Monte Palace

Erbaut in den 1980er Jahren, heute nur noch eine Ruine (wird heute ja auch gerne Lost Place genannt): Damals blieben die erwarteten Touristen aus, bis das Hotel dann irgendwann ganz aufgegeben wurde.

Die Natur holt sich inzwischen alles wieder zurück. Umso spannender ist es für uns Abenteurer in der heutigen Zeit. Die riesige Hotelanlage kann komplett erkundet werden (zumindest sind uns keine Absperrungen aufgefallen): Vom Kellergewölbe bis auf die Dachterrasse. In den einzelnen Zimmern sieht man noch deutlich, was damals das Badezimmer gewesen sein muss. Von einigen Zimmern aus, kann man die wunderschöne Aussicht auf den See vor der Haustür genießen. Der Gruselfaktor ist hier garantiert.

Mystische Hotelruine

Eingangshalle der Hotelruine

Verlassener Hotelflur

Panorama-Aussicht vom Hotelzimmer

Begehbare Dachterasse der Ruine

Highlight #2: Thermalbad in Poça da Dona Beija

Für die absolute Entspannung, eingebettet in die Natur, empfehlen wir die Thermalbäder auf São Miguel. Hier gibt es einige; wir haben das Thermalbad in Poça da Dona Beija aufgesucht und hier den späten Nachmittag nach unserer Wanderung relaxt. Das sprudelnd warme Wasser und die Pool-Temperaturen bieten ihr Übriges.

Eines der vielen Thermalbäder in Poça da Dona Beija

Highlight #3: Alte Tunnel durchwandern

Die Azoren sind vor allem für Aktivurlauber ein Paradies. Eine unserer empfohlenen Wanderungen, Rota da Água – Janela do Inferno, führt durch kürzere und längere Tunnel. Die Überbleibsel vergangener Tage sind teilweise sehr niedrig gebaut, da die Einheimischen doch etwas kleiner sind als wir Mitteleuropäer. Beim Begehen der Tunnel sollte man sich daher lieber bücken. Und auch eine Taschenlampe wäre nicht schlecht. Während des Krieges, haben sich die Bewohner von São Miguel dort versteckt.

Einer der vielen unheimlichen Tunnel entlang der Strecke

Highlight #4: Lagoa do Fogo: Panorama-Ausblick der Superlative

Die Feuerlagune (so die Übersetzung) ist wahrscheinlich das bekannteste Postkarten-Motiv von São Miguel. Bei Nebel hat man keine Chance, den wunderschönen See zu bestaunen. Auch an diesem Ort empfehlen wir die Aussicht mit einer Wanderung zu verbinden. Von hier aus starten verschiedene Wanderrouten, die aber nicht ganz um den See herum verlaufen. Vielmehr führen die Wanderungen durch die üppige Vegetation: Die grünen Hügel und durch den Wald hoch und wieder runter bis man das Ufer des Kratersees erreicht.

Aussicht auf den Ausgangsort

Aussicht auf den Lagoa do Fogo

Aussicht auf das Ufer am Lagoa do Fogo

Am Ufer des Lagoa do Fogo

Highlight #5: Lagos do Congro: Ein weiterer Kratersee

Der fast runde Kratersee schimmert in einer interessanten grünen Farbe. So sehr er auch zum Schwimmen einlädt, es wird leider davon abgeraten dieses zu tun. Vom Parkplatz aus wandert man zunächst einige hunderte Meter durch das Grüne hinab. Allerdings hat man bereits einen schönen Ausblick auf den See aus der Ferne.

Am Ufer des Congro

Highlight #6: Heiße Schwefelquelle Furnas

Vorsicht! Jetzt stinkt es. Die Schwefelquellen in Furnas sind ein besonders heißer und geruchsintensiver Ort. Auch Furnas liegt, wie so viele Orte auf São Miguel, in einem Kratergebiet. Hier findet man viele dampfende Quellen. Einfach der Nase nach.

Spezielle Insel-Gerichte bietet am Eingangsbereich einen besonderen Schmortopf an, der direkt in den heißen Quellen gegart wird. Wir wünschen an dieser Stelle guten Appetit.

Dampf und Nebel in Furnas

Direkter EInblick in die dampfenden Erdlöcher

Kartenansicht

Unser Fazit zu São Miguel

Eine Woche Azoren-Urlaub hat ausgereicht, um die Insel als absoluten Geheimtipp einzustufen. São Miguel ist ein wunderbares Paradies für all diejenigen, die gerne in der Natur wandern. Ende Oktober ist die Saison bereits auslaufend, sodass sich nur noch wenige Touristen auf die Insel verirren. Anders gesagt: São Miguel ist groß genug, dass sich Urlauber dort sehr gut in alle Richtungen verteilen. Ein anderer bemerkenswerter Fakt ist, dass es dort keine hochgezogenen Hotels (zumindest wir haben keine gesehen) gibt. Pauschalurlauber sind hier also absolut fehl am Platz. Kleinere, private Unterkünfte sind hier eher die Regel.

Weiteres, das es zu besichtigen gibt

  • Caldeira das Sete Cidades
  • Eines der Naturwunder von Portugal. Von den vielen Aussichtsplattformen hat man eine wunderschöne Panorama-Perspektive auf die Seen
  • Ponta Delgada: Die Hauptstadt der Insel
  • Sicherlich schön, um die typische schwarz-weiße Architektur der Gebäude auf der Insel zu sehen
  • Vila Franca do Campo
  • Mini-Insel unmittelbar vor São Miguel, aber nur per Boot zu erreichen Nur zugänglich während der Hauptsaison
  • Die Ermida de Nossa
  • Interessante Kirchen-Architektur

Weitere Tipps

  • Empfohlene Aufenthaltsdauer: Eine Woche mit abwechslungsreichen Programm
  • Es gibt Direktflüge von Düsseldorf nach São Miguel; andere deutsche, österreichische und schweizer Flughäfen bieten Flüge auch auf die anderen Inseln an: Santa Maria, Faial, Pico, São Jorge, Terceira, Graciosa, Flores, und Corvo
  • Von São Miguel fliegen viele Urlauber auch direkt zu den Nachbarinseln
  • In der Hochsaison gibt es zusätzlich Schiffsverkehr zwischen den Inseln, aber Fliegen geht natürlich deutlich schneller
  • Ohne Mietwagen keine Chance von A nach B zu kommen
  • Das Wetter ist sehr unbeständig. Am besten immer eine Regenjacke im Tagesrucksack dabei haben

Externe Links

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