access_time 10. November 2018 placeYangon, Myanmar local_offer Mehr Sehen, Städte

Mein schönster Bahnhof: Yangon in Myanmar

Janine Findest du auch, dass Bahnhöfe ein besonderer Ort sind? Unsere Blogparade ruft dazu auf, den deiner Meinung nach schönsten Bahnhof zu beschreiben. Du musst nicht unbedingt mit dem Zug oder Bus gereist sein. Es reicht, wenn du den Bahnhof auf deiner Reise, während deines Spazierganges oder auf Erkundungstouren entdeckt hast. Dieser Bahnhof hat dich auf irgendeine Art und Weise fasziniert. Beschreibe diesen Bahnhof mit mehr Tiefe.

Es gibt zu deinem Bahnhof keine Grenzen, egal ob

  • ein Bus-, Zug- oder U-Bahnhof
  • ein großer oder ein kleiner Bahnhof
  • du Bahnhofbesucher oder Reisender warst
  • ein Bahnhof in einem fernen Land oder auch in deiner Heimat
  • ein voller Bahnhof oder ein menschenleerer
  • ein mythischer oder ein moderner Bahnhof
  • ein moderner oder antiker Bahnhof
  • ein intakter Bahnhof oder eine Ruine

So läuft es ab

  • Dein Blog-Beitrag muss mindestens 300 Wörter umfassen
  • Dein Beitrag ist auf deiner Website veröffentlicht
  • Dein Beitrag enthält eine Verlinkung auf unseren Blog auf gepacktundlos.com
  • In Social Media (Instagram, Twitter, Facebook) benutze den Hashtag #gepacktundlos, wenn du deinen Beitrag geschrieben hast
  • Gib uns Bescheid, dass du teilnehmen möchtest (über einen Facebook-Kommentar, Instagram oder per E-Mail)
  • Nach Abschluss der Blogparade am 21.12.2018 (verlängert!) werden alle teilnehmenden Blogs namentlich auf unserem Blog erwähnt und verlinkt
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Mein schönster Bahnhof: Yangon, Myanmar

An Reiseorten lasse ich es mir nicht entgehen, die örtlichen Bahnhöfe zu besuchen. Bahnhöfe ermöglichen es nämlich, Einheimische und Kulturen kennenzulernen, und in ihrem Treiben zu beobachten. Dies gilt vor allem für Orte, die touristisch noch nicht so erlegen sind - wie in Myanmar.

Bevor ich in Yangon zu Fuß die größte Pagode des Landes besuchte, nahm ich einen größeren Umweg in Kauf, um diesen Bahnhof zu besichtigen. Der Bahnhof Yangon wurde im Jahr 1880 erbaut und verbindet als größter Bahnhof von Myanmar (hier findest du meine Route durch Myanmar) weite Teile des Landes. Yangon ist die ehemalige Hauptstadt des Landes, und immer noch die größte. Die Bauweise des Bahnhofes erinnert sehr an einen mächtigen, verwunschenen Tempel vergangener Tage. Die Dächer sind im Stil des Pyatthat gebaut, was vor allem im burmesischen Buddhismus bei religiösen und royalen Stätten wiederzufinden ist.

Natürlich wollte ich mir den Bahnhof auch von innen anschauen und spazierte weiter Richtung der Bahnhofshalle.

Der erste Blick auf den mystischen Bahnhof

Eine buddhistische Mönchin spaziert entlang der Bahngleise

Haupteingang des Bahnhofs

Wartende Reisende in der Eingangshalle

Im asiatischen Raum ist das Zugreisen vor allem eine Familienangelegenheit. Familienmitglieder arbeiten nicht selten fernab der Heimat und fahren nur selten wieder in ihr Zuhause. Dafür nehmen sie gleich viele hunderte Kilometer auf sich. Oft haben sie mehr Gepäck dabei, als sie tragen können. Ich beobachtete Familien, die sicherlich zehn Säcke voller Reis in den Zug transportieren.

Die Eingangshalle oder auch der Wartebereich

Don’t Red Spit: Die Betelnuss lässt grüßen

In Myanmar (und weiteren Ländern in Südostasien) ist der Konsum der Betelnuss, in Verbindung mit einer Gewürzmischung , weit verbreitet. Der Konsum ist nicht illegal, obwohl die Betelnuss als Droge bezeichnet wird. Die Burmesen versprechen sich vom Konsum ein stärkeres Gefühl von Konzentration und den Wachsein-Effekt, den Kaffee nur begrenzt bietet. Die Betelnuss wird im Mund zerkaut und die Reste werden als rote, matschige Flüssigkeit wieder ausgespuckt. Das Schild weist die Bahnhofbesucher darauf hin, dass hier das Spucken der Betelnussüberreste nicht erlaubt ist.

"Rotes" Spucken ist hier nicht erlaubt

Am Gleis

Auch am Gleis sitzen meist Familien mit ihrem gesamten Hab und Gut. Da es auf den Plattformen generell keine Sitzbänke gibt, nehmen die Burmesen auf dem Boden Platz. Mit Eintreffen des Zuges laden die Zugreisenden ihr Reisegepäck über mehrfache Wege in das Zugabteil.

Familien warten am Gleis auf den Zug

Zugabteil der niedrigsten Klasse

Fazit

Das besondere am Yangon Bahnhof ist das Zusammenspiel aus Einheimischen und südostasiatischer Architektur des Gebäudes. Das Verkehrsmittel Zug wird kaum von Touristen genutzt, beziehungsweise konnte ich keinen einzigen Touristen entdecken. Die Bauweise ist zwar durch das Britische beeinflusst, aber immer noch im traditionellen Stil der Burmesen erhalten. Der ganze Bahnhof wirkte für mich authentisch unberührt. Auch wenn die Tempel von Bagan für die Meisten sicherlich das größte Highlight ist, lohnt sich der Abstecher zu diesem Bahnhof, wenn man sich in Yangon aufhält.

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