access_time 23. Februar 2019 placeBritish Columbia, Alberta, Kanada local_offer Wandern, Route

Roadtrip West-Kanada: Vancouver und Nationalpark-Hopping

Janine Jeden Tag ein anderes Postkartenmotiv: Dafür stehen die Nationalparks Jasper und Banff. Bergseen, tiefe Schluchten, Gletscher, Wildnis und Bären-Garantie. Der westliche Teil von Kanada ist außergewöhnlich. Und das alles lässt sich gut mit einem Besuch in der lebenswerten Stadt Vancouver verbinden. Unsere Route verbindet all diese schönen Orte für einen gelungenen Roadtrip: Lake Louise, Emerald Lake und Thermalquellen. Nimm dir die Zeit für ein unvergessliches Outdoor-Erlebnis.

Lebenswerte Metropole Vancouver

Vancouver gehört zu den besonders lebenswerten Städten dieser Welt. Auch wir haben uns verliebt und ein bisschen davon geträumt, eines Tages hier zu leben und zu arbeiten.

Was macht die Stadt so besonders? Sie wirkt jung und modern. Vancouver liegt direkt am Meer - wir haben sogar Orcas gesehen! Es ist eine Großstadt und trotzdem ist man in kurzer Distanz bereits im Grünen.

Der Stanley Park bietet einen ersten Vorgeschmack, wie grün eine Großstadt wie Vancouver doch sein kann. Und dann geht es weiter Richtung Nationalparks - raus aus British Columbia - nach Alberta.

Unsere außergewöhnlichen Erlebnisse mit unserem Auto schildern wir in unserem Artikel "Coolstes Outdoor Erlebnis 2018 – Einsame Nächte im westlichen Kanada".

Der grüne Stanley Park in Vancouver

Orkas zwischen Vancouver und Vancouver Island

Vancouver Hafen und hohe Berge

Der Größte: Jasper Nationalpark

Von Vancouver aus ist es doch schon eine weite Strecke. Über den Trans-Canada-Highway geht es durch die Orte Whistler und Kamloops bis zum Nationalpark Jasper.

Der Ort Jasper und sein gleichnamiger Nationalpark liegen bereits im Nachbarbundeslandt Alberta. Er ist der größte Nationalpark in den kanadischen Rockies. Er hat eine Fläche von circa 11.200 km². Dementsprechend sind Begengungen mit wilden Tieren auch nicht selten - wie beispielsweise mit Bären. Mehr zur richtigen Verhaltensweise gibt es in einem separaten Artikel.

Der Jasper Nationalpark – sowie die anderen Nationalparks entlang der Rockies – sind gekennzeichnet durch riesige Berge und tiefe Schluchten; durch, türkis-schimmernde Seen, spektakuläre Wasserfälle und weite, wilde Wälder.

Zu den bekanntesten Sights im Jasper gehört der Athabasca River, Athabasca Wasserfall und der Maligne Lake. Den Maligne Lake findet man auf diversen Postkartenmotiven und Bildschirmhintergründen wieder. Die Kulisse ist aber auch nur atemberaubend.

Neben dem Maligne See liegt der Moose See. Eine kleinerer See, aber ebenfalls sehr sehenswert.

Unser Highlight war der versteckte Beaver Lake, der erst durch eine einstündige Wanderung erreichbar ist. Ein traumhafter See; verlassene Bötchen, keine Menschenseele und umzingelt von Natur.

Im Tal der fünf Seen - The Valley of the five Lakes - kann man gleich fünf türkisfarbene Seen mit einer Wanderung verbinden.

Die Kleine Ortschaft Jasper bietet diverse Einkaufsmöglichkeiten und einen kleinen Stadtkern.

Der im Jasper Nationalpark beginnende Icefields Parkway führt direkt weiter in den benachbarten Nationalpark Banff.

Der Athabasca River im Jasper Nationalpark

Der Biebersee beziehungsweise Beaver Lake

Der Maligne Lake im Jasper Nationalpark

Zwischen Jasper und Banff liegt das Tal der fünf Seen

Der Bekannteste: Banff Nationalpark

Der Nationalpark Banff ist der älteste überhaupt in Kanada. Im Jahr 1885 wurde das Gebiet Banff zum Nationalpark erklärt.

Von Jasper aus fährt man an die 230 Kilometer über den Highway Icefield Parkway und erreicht dann Banff Nationalpark. Auf dem Weg von einem Nationalpark in den anderen passiert man das Tal der fünf Seen. Hier kann man verschiedene Wanderungen unternehmen.

Der bekannteste See im Banff Nationalpark ist der Bergsee Louise und dann seine benachbarten Seen Moraine Lake und Lake Agnes. Die Postkartenmotive sagen etwas anderes, aber hier ist von Einsamkeit keine Spur mehr: Eine riesige Hotelanlage liegt dem Lake Louise direkt zu Füßen.

Auch in Banff gibt es einen Stadtkern mit Restaurants, Einkaufsmöglichkeiten, Unterkünfte und heiße Quellen.

Fußläufig von der Stadt aus kann man einen steilen Hügel erklimmen und hat eine schöne Aussicht auf das Umland. Der Wanderweg heißt Tunnel Mountain Trail. Beim Aufstieg kommt man ganz schön ins Schwitzen.

Der bekannteste See Lake Louise...

und direkt am See liegt die Hotelanlage

Hot Springs in der Stadt Banff

Ein Kleiner: Yoho Nationalpark

Der Yoho Nationalpark und die nachfolgend genannten Nationalpark liegen wieder in British Columbia.

Von der Größe her ist der Nationalpark Yoho deutlich kleiner als die beiden ersten: Circa 1.300 km².

Der bekannteste See im Yoho ist der Emerald Lake. Wie bei den meisten Seen im westlichen Kanada gleicht er einem Postkartenmotiv. Die Farbe des Wassers wirkt absolut türkis. Wäre das Wasser doch nicht so kalt...

Der Emerald Lake im Yoho Nationalpark

Das Hinterland am Emerald Lake

Eine Schneelawine im Mai am Emerald Lake

Ein Frostiger: Glacier Nationalpark

Auch der Glacier Nationalpark liegt in B.C. Neben den vielen aktiven Gletschern sind die Wanderungen in diesem Park wohl am anspruchvollsten: Die Berge sind steil, die Täler sind eng.

Ein Heißer: Kooteney Nationalpark

Ebenfalls in British Columbia liegt der Kooteney Nationalpark. Das besondere in diesem Park sind die vielen heißen Quellen.
Die Radium Hotsprings sind die bekanntesten Thermalquellen.

Einen Kontrast zu den Hot Springs sind die hier anzutreffenden Gletscher.

Eintrittskosten für die Nationalparks

Kanada unternimmt sehr viel für die Erhaltung der Nationalparks. Die Gebühr ist somit in jedem Fall gerechtfertigt. Pro Tag und Person fällt gilt Folgendes:

  • Jasper Nationalpark: 9,80 CAD (in Euro: 6,55)
  • Banff Nationalpark: 9,80 CAD (in Euro: 6,55)
  • Yoho Nationalpark: 9,80 CAD (in Euro: 6,55)
  • Glacier Nationalpark: 7,80 CAD (in Euro: 5,21)
  • Kooteney Nationalpark: 9,80 CAD (in Euro: 6,55)

Ab sieben Tagen lohnt sich bereits der Jahrespass ( 67,70 CAD). Dieser gilt für alle Nationalparks in Kanada, die innerhalb von zwölf Monaten beliebig oft besucht werden können. Als siebenköpfige Gruppe in einem Auto kann man hier nochmal sparen (136,40 CAD)

Für Campgrounds fallen weitere Gebühren an. Je nachdem ob man auch eine Stromversorgung benötigt.

Ein Roadtrip zusammengefasst

  • Dieser Roadtrip kombiniert Großstadt und Nationalparks
  • Die ideale Jahreszeit B.C. und Alberta ist Juni bis August
  • Die anzutreffende Tierwelt: Grizzlys, Schwarzbären, Wölfe, Puma, Elche, Bergziegen, Adler und Wale um nur einige zu nennen
  • Kanadische Rockies: Gebirgskette entlang British Columbia und Alberta mit bis zu 4.000 meter hoch
  • Nationalaparks gehören zum UNESCO Weltnaturerbe
  • In Alberta sind Schilder nicht nur in Englisch sondern auch häufig in Französisch ausgeschrieben
  • Vorsicht vor den Bären: Warnungen soll man immer ernst nehmen
  • British Columbia hat insgesamt sieben Nationalparks; Alberta hat fünf
  • Beide Bundesländer sind in unterschiedlichen Zeitzonen (Uhren umstellen nicht vergessen)
  • Picknick-Bereiche, Zeltplätze und auch WC-Anlagen sind überall und auch sauber verfügbar

Der Roadtrip in einer Route

Weitere nützliche Infos (externe Links)

Unser Reiseführer

Wir haben den Lonely Planet British Columbia & Canadian Rockies* begleitend zu unserer Reise verwendet.

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