Das Salzburger Land steckt voller Orte, die unterschiedlicher kaum sein könnten – von kristallklaren Bergseen bis zu bekannten Postkartenmotiven. Hier zeige ich dir meine ganz persönlichen Favoriten, die mich auf Reisen besonders beeindruckt haben.
Nicht jeder Ort muss ein Klassiker sein, um in Erinnerung zu bleiben. Im Salzburger Land habe ich einige Plätze entdeckt, die mich auf ganz unterschiedliche Weise beeindruckt haben. Genau diese möchte ich dir hier vorstellen.
1. Riedingtal




Die Franz-Fischer-Hütte im Riedingtal ist schon für sich genommen ein grandioses Ziel und eine der schönsten Hütten in den Alpen. Aber eigentlich ist es die Kombination mit dem Zauner See, die diesen Ort so besonders macht. Eingebettet in eine ruhige Berglandschaft wirkt hier alles ein bisschen entschleunigt. Ich fand vor allem die Atmosphäre rund um die Seen (also auch der nahe Essersee und der Schlierer See) unglaublich angenehm. Genau der richtige Ort, wenn du runterkommen willst. Für mich ein echter Rückzugsort in den Bergen. Wer auf der Alpenvereinshütte übernachten will, muss jedoch schon einige Monate im Voraus reservieren.
2. Keltischer Kraftberg Naglköpfl




Das Naglköpfl liegt zwischen Niedernsill und Piesendorf im Salzachtal und fühlt sich wie ein echter Kraftplatz an. Schon beim Aufstieg merkt man, dass dieser Ort eine besondere Ausstrahlung hat. Oben am Gipfel auf 1090 Metern Seehöhe angekommen erwartet dich ein weiter Blick ins Tal und in die umliegende Bergwelt. Interessant sind auch die Spuren der Kelten, die hier ihre Geschichte hinterlassen haben. Ich finde, solche Orte haben immer eine ganz eigene Energie. Hier bleibst du automatisch länger.
3. Hacklsee




Der Hacklsee ist definitiv nichts für einen spontanen Spaziergang. Rund 1.400 Höhenmeter trennen dich von Niedernsill, was den See zu einem echten Ziel für eine ruhige Auszeit macht, fernab der Zivilisation. Einen Großteil kannst du zwar mit dem (E-)Bike zurücklegen, bevor du ab der Schaunbergalm weiterwanderst. Oben angekommen wartet ein stiller Bergsee, umgeben von den mächtigen Bergen der Hohen Tauern Genau diese Abgeschiedenheit im Mühlbachtal macht ihn für mich so besonders. Hier oben ist es ruhig. Kein Lärm, kaum Menschen. Einer dieser Orte, die man sich wirklich verdienen muss.
4. Bad Gastein


Auf engem Raum stehen hier beeindruckende Hotels aus der Belle Époque, die noch immer von glanzvollen Zeiten erzählen. Gleichzeitig wirkt vieles ein bisschen aus der Zeit gefallen. Genau das macht aber auch den Reiz aus. Mitten durch den Ort stürzt der berühmte Wasserfall. Er gehört zu den bekanntesten Wahrzeichen. Ich finde, Bad Gastein ist kein klassisch „schöner“ Ort, aber definitiv einer, der im Kopf bleibt. Und manchmal sind genau das die spannendsten.
5. Sportgastein


Sportgastein ist für mich einer der eindrucksvollsten Zugänge zum Nationalpark Hohe Tauern. Die Landschaft wirkt hier absolut rauer und ursprünglicher als in vielen anderen Teilen der Region. Umgeben von zerklüfteten Bergen liegen mehrere Almen, die sich perfekt für eine Pause eignen. Ich mochte besonders dieses Gefühl von Weite und Natur. Es ist ein Ort, an dem man sich schnell ganz klein fühlt. Wenn du die Berge intensiver erleben willst, bist du hier richtig.
6. Wasenmoos


Das Wasenmoos liegt unweit von Mittersill am Pass Thurn und ist ein eher unscheinbarer, aber besonderer Ort. Das Moorgebiet ist klein, wirkt dafür aber umso ruhiger und ursprünglicher. Ein Weg führt über weichen Boden durch die Landschaft und vorbei an historischen Stationen, die Einblicke in die Nutzung früherer Zeiten geben. Ich mochte vor allem diese stille, fast meditative Atmosphäre. Highlight ist der Aussichtsturm, von dem du einen schönen Blick über das Moor – und zur anderen Seite ins Tal hast. Für mich ein Ort, den man nicht zufällig entdeckt. Und genau das macht ihn so besonders.
7. Zell am See

Viele würden Zell am See sofort auf eine Liste der schönsten Seen in Österreich setzen. Und ja, die Lage am See mit Bergkulisse ist definitiv beeindruckend. Trotzdem hat mich der Ort persönlich nicht ganz abgeholt. Gerade in der Hauptsaison wirkt es erdrückend voll und sehr touristisch. Mir fehlt hier ein bisschen die Ruhe, die ich sonst im Salzburger Land so schätze. Das heißt aber nicht, dass sich ein Besuch nicht lohnt. Nur gehört er für mich nicht zu meinen persönlichen Highlights.
8. Obertauern


Direkt bei der Gnadenalm in Obertauern verläuft ein breiter, präparierter Winterwanderweg, der sich für eine entspannte Runde eignet. Du gehst flach von der Vorder- zur Hintergnadenalm und wieder zurück, ohne große Anstrengung. Winterwanderer und Langläufer teilen sich hier teilweise die Strecke, kommen sich aber nicht in die Quere. Besonders schön finde ich den Blick auf die umliegenden Berge und den Kontrast zum dunklen Bach, der sich durch die Landschaft zieht. Eine Einkehr auf der Gnadenalm ergibt sich hier ganz von selbst. Für mich ein unkomplizierter Ort, wenn man Winter genießen möchte.
Das Salzburger Land hat natürlich noch unzählige weitere schöne Plätze zu bieten. Aber genau die hier genannten haben bei mir einen bleibenden Eindruck hinterlassen und würde ich für einen Besuch wärmstens weiterempfehlen. Vielleicht entdeckst du darunter ja deinen eigenen Lieblingsort.

