Dieser Erfahrungsbericht zeigt, wie sich das Viltrox 23 mm f/1.4 X Mount unter realen Outdoor-Bedingungen in Finnland überraschend als leistungsstarke und leichte Alternative zum Zoomobjektiv bewährt hat.
Kurzvorstellung des Viltrox AF 23 mm f/1.4 X Mount
Das Viltrox AF 23 mm f/1.4 X Mount ist ein lichtstarkes Festbrennweitenobjektiv für Fujifilm X-Mount-Kameras (APS-C). Mit einem Preis von etwa 250 Euro richtet es sich an Fujifilm-NutzerInnen, die ein ein preiswertes, hochwertiges Objektiv für Street-, Landschafts- und Low-Light-Fotografie suchen – ohne Kompromisse bei der Bildqualität.
So kam ich zum Objektiv
Es war Glück im Unglück. Gleich zu Beginn meiner Reise ins finnische Lakeland passierte es: Mein Stativ kippte um, die Kamera stürzte zu Boden. Während meine Fuji X-T5 unversehrt blieb, war mein Fujinon 18–120 mm – mein Hauptobjektiv – unbrauchbar. Glück im Unglück: Ich hatte meine Festbrennweite Viltrox 23 mm f/1.4 dabei. Plötzlich musste ich mich auf ein einziges Objektiv verlassen – und das in einer so einladenden Fotolandschaft wie Finnland.
Erster Test & überraschende Ergebnisse
Mein nächster Stopp führte mich zu einem der bekanntesten Aussichtspunkte Finnlands, doch der Nebel verhüllte die Landschaft, das Licht war schlecht. Ich befürchtete schon, keine schönen Fotos machen zu können. Doch als ich die Aufnahmen am Abend in Lightroom importierte, war ich extremst überrascht: Gestochen scharf, trotz Umgewöhnung und schwieriger Bedingungen.
Festbrennweiten zwingen zu neuem Denken: Statt zu zoomen, muss man sich selbst bewegen – näher heran oder weiter weg. Das ist nicht immer möglich, aber wer sich darauf einlässt, entdeckt neue Perspektiven. Ob es an der finnischen Landschaft lag oder daran, dass ich mich schnell umstellte – das Viltrox 23 mm hat mich ziemlich überzeugt.
Am Ende der Reise hatte ich über 800 Fotos (mittlerweile auf ein vernünftiges Maß reduziert – meine Festplatten danken es mir).
Hier sind Vergleichsfotos, die ich mit dem Fujinon 18–120 mm und der Brennweite 23 mm gemacht habe.
Fazit





Nach meiner Rückkehr wurde klar: Für klassische Bergwanderungen bei mir daheim in Österreich reicht das 23 mm allein nicht aus. Die feste Brennweite ist hier oft zu eingeschränkt – besonders, wenn man flexibel auf Motive reagieren möchte. Ohne berufliche Verpflichtungen nehme ich es aber gerne als einziges Objektiv mit: Es ist leicht, kompakt und liefert erstaunlich gute Bildqualität.
Doch für meine Arbeit – mit wechselnden Landschaften, Perspektiven und Bildwinkeln – ist es nicht ausreichend. Theoretisch könnte ich mehrere Festbrennweiten mitnehmen, doch jeder Wechsel birgt das Risiko, dass Partikel ins Kameragehäuse gelangen. Deshalb bleibe ich bei Zoomobjektiven. Trotzdem: Das Viltrox 23 mm ist seitdem fast immer als Zweitobjektiv dabei. Es nimmt kaum Platz weg und wiegt fast nichts.
Und mein kaputtes Objektiv? Das Fujinon 18–120 mm lag über ein halbes Jahr in der Reparatur – und erholte sich nie. Inzwischen teste ich ein anderes Universal-/Zoomobjektiv von Tamron.
Hier sind Fotos, die ich mit dem Fujinon 18–120 mm und einer Brennweite von 23 mm gemacht habe:


Meine Erfahrung mit Viltrox-Objektiven:
Ich habe bereits das Viltrox 36 mm und das 85 mm getestet – und mag auch diese beiden. Manchmal nehme ich bewusst nur eine Festbrennweite mit, um mich auf das Wesentliche zu konzentrieren. Falls dich detailliertere Tests oder Erfahrungsberichte interessieren, schreib gerne in die Kommentare!
