Bei meiner individuellen Weitwanderung von Meran bis zum Gardasee habe ich abwechslungsreiche Landschaften, südliches Flair und beeindruckende Ausblicke erlebt. Die Route führt vom Meraner Land durch das Trentino bis ans Ufer des Gardasees und verbindet Weinberge, Waalwege, mediterrane Wälder, malerische Dörfer und eindrucksvolle Bergpanoramen.
In diesem Beitrag nehme ich dich mit auf meine persönliche Wanderreise und teile meine Eindrücke, die Highlights der einzelnen Etappen sowie praktische Tipps für die Tour. Je nach Reisedatum und Verfügbarkeit können die Etappen bei deiner Wanderung leicht variieren und andere Unterkünfte vorgesehen sein.
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Übersicht über die Route


Die achttägige Wanderreise von Meran zum Gardasee beinhaltet sechs Aktivtage plus Anreise- und Abreisetag. Vom Meraner Land wanderst du ins Trentino und erlebst den Wechsel der Landschaft hautnah mit. In Summe wanderst du etwa 100 Kilometer, also täglich zwischen 10 und 22 Kilometern mit Anstiegen und Abstiegen. Den gesamten Reiseverlauf kannst du auf der Website von Eurohike ↗ nachlesen.
In den Unterlagen findest du ausführliche Details zur Route und zu Alternativen. Diese sind sowohl beschrieben als auch auf der Karte eingezeichnet.
Nach der Übersicht über die Route geht es nun weiter mit den einzelnen Etappen und meinen persönlichen Eindrücken entlang des Weges.
Wandertag 1: von Meran nach Nals





Von Meran, der zweitgrößten Stadt Südtirols, wanderst du zunächst in Richtung Marling und folgst den Waalwegen. Oberhalb des Tals führen sie mit schönen Ausblicken durch Weinlandschaften weiter Richtung Lana und Tisens. Unterwegs laden immer wieder Rastbänke an aussichtsreichen Stellen zu einer Pause ein.
Besonders die Kirchen und Burgen entlang der Strecke haben die Etappe für mich abwechslungsreich gemacht. Der letzte Abschnitt führt über einen sehr steilen Saumweg hinunter, bevor der Tag in Nals endet – dem bekannten Rosendorf.
Tipp: Nimm etwas Kleingeld mit, denn unterwegs kommst du immer wieder an Selbstbedienungsständen mit frischem Apfelsaft vorbei.
Wandertag 2: von Nals nach Kaltern am See





Die zweite Etappe führt dich von Nals über den Eppaner Höhenweg, weiter auf dem Burgenweg und durch das Biotop Eislöcher bis nach Kaltern am See. Der Tag ist geprägt von beeindruckenden Burgen und Festungsanlagen, aber auch von malerischen Kirchen entlang der Strecke.
Aufgrund des schlechten Wetters habe ich mich für den alternativen Routenvorschlag von Eurohike entschieden und bin über einen Pilgerweg in Richtung Kaltern gewandert.
Mein Tagesziel war dabei nicht direkt Kaltern am See, sondern die Ortschaft Oberplanitzing kurz davor, wo sich meine Unterkunft befand.
Wandertag 3: von Kaltern nach Coredo






An der Talstation der Mendelbahn beginnt die Wanderung – genauer gesagt oben am Mendelpass, den du bequem mit der Standseilbahn erreichst. Von dort geht es überwiegend bergab bis nach Coredo, denn an diesem Tag stehen vor allem Abstiege auf dem Programm.
Unterwegs passierst du die Laghetti dei Masi di Ruffrè sowie ein mittelalterliches Dorf auf einer Anhöhe. Anschließend führt dich der Sentiero al Lez entlang eines Berghangs durch einen schönen Wald, bevor du das Dorf Don erreichst. Immer wieder öffnen sich Ausblicke auf die Kirchtürme der umliegenden Orte vor der Kulisse der Brenta-Dolomiten.
Durch mediterrane Waldlandschaften steigst du weiter ab und nimmst schließlich noch einen kurzen Gegenanstieg zur Wallfahrtskirche San Romedio. Danach führen dich die letzten Kilometer direkt zu den Seen Laghi di Coredo e Tavon, von wo es nicht mehr weit bis ins Etappenziel Coredo ist.
Wandertag 4: von Spormaggiore nach Molveno






Der Tag beginnt mit einem Transfer von Coredo nach Spormaggiore, wo die Wanderung startet. Der kleine Ort wirkt mit seinen hübschen Kirchen und dem ruhigen Dorfkern sehr einladend.
Von dort verlässt du das Dorf und steigst auf asphaltierten Wegen durch den Wald bergauf. Schon bald befindest du dich im Naturpark und triffst auf erste Hinweise auf Bären, die in dieser Region heimisch sind aber eine Begegngung äußerst unwahrscheinlich ist. Weiter geht es in Richtung Cavedago und Andalo, wobei du den gleichnamigen Andalo See zunächst nicht siehst, da du oberhalb wanderst und die dichte Vegetation den Blick versperrt.
Ab hier hast du zwei Möglichkeiten: entweder direkt in Richtung Molveno abzusteigen oder den etwas längeren Weg durch eine beeindruckende, fast bizarre Felsenlandschaft im Wald zu wählen.
Während die markanten Gipfel der Brenta Dolomiten immer näher rücken und die Gondeln hoch über dir vorbeiziehen, eröffnet sich schließlich der erste Blick auf den Molveno See. Der Kirchturm des Ortes weist dir den Weg ins Zentrum, in das du anschließend hinabsteigst.
Wandertag 5: Rund um Molveno


Den fünften Tag kannst du ganz individuell gestalten. Die empfohlene Route führt dich mit der Gondel hinauf auf die Hochebene Pradel in den Brenta Dolomiten und dann auf einem anspruchsvollen, schmalen Höhenweg über ein Refugium.
Als Alternative gibt es mehrere Möglichkeiten, die im Tourenbuch von Eurohike nachzulesen sind. Zum Beispiel statt dem Höhenweg den Abstieg zurück nach Molveno auf einer breiten Straße – oder stattdessen den Molveno See zu umrunden.
Wandertag 6: von Lomaso nach Riva del Garda





Am Morgen bringt dich ein Shuttle zum Ausgangspunkt der letzten Etappe. Die Landschaft ist geprägt von weiten Wiesen, zerklüfteten Felswänden und schroffen Gipfeln, die dich ein letztes Mal auf dem Weg begleiten.
Ein Abstecher zum Rifugio San Pietro lohnt sich besonders bei klarer Sicht, da dich von dort ein weiter Blick über den Gardasee erwartet. Anschließend wanderst du weiter durch das mittelalterliche Dorf Calvola und hinauf zur Burg von Tenno.
Der folgende Abstieg ist steil und führt über teils unebenes, an Kopfsteinpflaster erinnerndes Gelände hinunter ins Tal. Danach geht es durch die Vororte von Riva del Garda, vorbei an der Kirche Inviolata, bis du schließlich das Nordufer des Gardasees erreichst – das Ziel deiner Mehrtagestour.
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Meine Erfahrung & Tipps
Die Mehrtagestour von Meran zum Gardasee war die dritte Wanderung, die ich von Eurohike organisieren ließ. Wie bei den vorherigen Malen hat alles wunderbar geklappt.
Anreise-/Abreisetag


Am Anreisetag hatte ich am Nachmittag noch Zeit, mir Meran anzuschauen und durch die Stadt und am Fluss entlang zu schlendern.
Am Abend gab es ein kurzes Briefing mit der Ansprechperson vor Ort. Dabei habe ich auch die anderen Wanderer kennengelernt, die dieselbe Tour gehen.
Auch am Abreisetag bleibt (je nach individueller Abreisezeit) noch etwas Zeit für den Gardasee. Für mich ein schönes Zurückkommen, da ich im Vorjahr einmal rund um den Gardasee gewandert bin.
Unterkünfte




Während der achttägigen Reise habe ich jede Nacht in einer anderen Unterkunft geschlafen, bis auf einmal, wo auf dem Tagesprogramm eine Rundwanderung stand. Die Hotels wurden liebevoll zusammengestellt und so übernachtete ich in folgenden Unterkünften mit Frühstück. Zum Teil war auch ein Wellnessbereich und ein Restaurant dabei.
- Flora Hotel & Suites in Meran
- Garden Hotel Wilma in Nals
- Barrierefreies Hotel Masatsch in Kaltern
- Hotel Miraval in Coredo
- Hotel Londra in Molveno
- Lake Front Hotel Mirage
Highlights auf dem Weg
Auf jeder Etappe gibt es Sehenswürdigkeiten und ganz besondere Orte, die etwas mehr Aufmerksamkeit verlangen. Hier ist nur eine kleine Zusammenstellung:
- Marlinger Waalweg
- Das mediterrane Rosendorf Nals
- Obst- und Weinbau geprägte Dörfer
- bekannte Südtiroler Weinstraße
- Mendelbahn zum Mendelpass
- Wallfahrtskirche San Romedio
- Gletscherseen Tavon und Coredo
- Brenta Dolomiten
- Molveno See

Wichtig zu wissen ist, dass es keine Wegweiser mit einer Route von Meran zum Gardasee gibt, sondern sich die Wanderung in der Regel an lokalen, beschilderten Wanderrouten orientiert. Alle Informationen findest du in den Unterlagen sowie in der Eurohike-App, die auch zur Navigation genutzt werden kann.
Ich selbst nutze die von Eurohike zur Verfügung gestellten GPX-Dateien und importiere sie in meine Wander-Apps Alpenvereinaktiv und Komoot.
Allein wandern

Diese Tour zählt zu den beliebtesten Wanderungen und wird von ganz unterschiedlichen Menschen gebucht – von Freundesgruppen über Paare bis hin zu Alleinreisenden.
Zu meinem Termin war eine Vierergruppe aus Dänemark, zwei Freundinnen, die gemeinsam wanderten und ein Ehepaar mit Hund dabei. Als Alleinwandernde kam ich immer wieder ins Gespräch, da wir oft in denselben Unterkünften übernachteten. Während der Wanderung traf ich manche davon öfter, manche gar nicht.
Schlechtwetter
Während meiner Reise gab es bedauerlicherweise an drei Tagen Regen. Eine große Hilfe war für mich das Tourenbuch von Eurohike, das für jede Etappe detaillierte Informationen und alternative Routen bereithielt. An zwei Tagen nahm ich diese in Anspruch und wanderte anders als die reguläre Route.
Wandern mit Gepäckservice
Wie auch bei meinen anderen Mehrtagestouren komme ich immer wieder gerne in den Genuss von „Wandern ohne Gepäck“. Vor allem wenn ich mehr als fünf Tage unterwegs bin, freue ich mich über frische Kleidung und ein zusätzliches Paar Wanderschuhe.
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Anreise & Abreise

In den allermeisten Fällen reise ich mit den öffentlichen Verkehrsmitteln an. Es ist nicht nur nachhaltig, sondern für mich auch stressfreier, da ich mich nicht um einen Parkplatz kümmern und gegebenenfalls eine Rückführung buchen muss.
Nach Meran kommt man wunderbar mit dem Zug aus Richtung Tirol (Österreich) und dann sind es auch nur wenige Gehminuten bis ins Zentrum. Von Riva del Garda gestaltet sich die Abreise etwas aufwendiger und je nach Ziel lohnt sich eine andere Richtung. Ansonsten nimmt man den Eurohike-Shuttle Transfer und reist dann von Meran wieder ab.
Offenlegung: Dieser Blogbeitrag entstand in Zusammenarbeit mit Eurohike. Mein Beitrag über die Weitwanderung stammt zu 100 % aus meiner eigenen Entdeckungstour.
