Der Altmühltal-Panoramaweg führt auf rund 200 Kilometern von Gunzenhausen nach Kelheim quer durch den Naturpark Altmühltal. Im Mittelpunkt stehen die Altmühl, sonnige Wacholderheiden, stille Wälder, grüne Flussauen und wildromantische Felslandschaften. Ich war auf fünf Etappen unterwegs und möchte meine Eindrücke teilen.
Die Etappen des Altmühltal-Panoramawegs im Überblick
| Etappe | Start und Ziel | Distanz | Gehzeit | Bergauf | Bergab |
|---|---|---|---|---|---|
| 1 | Gunzenhausen bis Spielberg | 12 km | 3,5 Std. | 260 m | 70 m |
| 2 | Spielberg bis Treuchtlingen | 28 km | 8,5 Std. | 470 m | 660 m |
| 3 | Treuchtlingen bis Pappenheim | 10 km | 3 Std. | 200 m | 190 m |
| 4 | Pappenheim bis Solnhofen | 6,5 km | 2 Std. | 160 m | 120 m |
| 5 | Solnhofen bis Mörnsheim | 6,9 km | 2 Std. | 160 m | 200 m |
| 6 | Mörnsheim bis Dollnstein | 11 km | 3,5 Std. | 270 m | 290 m |
| 7 | Dollnstein bis Eichstätt | 14 km | 4,5 Std. | 370 m | 350 m |
| 8 | Eichstätt bis Walting | 12 km | 3,5 Std. | 250 m | 210 m |
| 9 | Walting bis Kipfenberg | 18 km | 5,5 Std. | 450 m | 490 m |
| 10 | Kipfenberg bis Kinding | 8,1 km | 2,5 Std. | 140 m | 190 m |
| 11 | Kinding bis Beilngries | 18 km | 5,5 Std. | 380 m | 370 m |
| 12 | Beilngries bis Dietfurt | 11 km | 3,5 Std. | 220 m | 190 m |
| 13 | Dietfurt bis Riedenburg | 23 km | 7 Std. | 470 m | 530 m |
| 14 | Riedenburg bis Essing | 10 km | 3,5 Std. | 320 m | 300 m |
| 15 | Essing bis Kelheim | 14 km | 4 Std. | 200 m | 230 m |
In Summe ist der Altmühltal-Panoramaweg etwa 200 Kilometer lang und lässt sich gut auf 10 bis 15 Tagesetappen zwischen Gunzenhausen und Kelheim aufteilen. Ich durfte in den Qualitätswanderweg hineinschnuppern und mehrere Etappen selbst erwandern.

Meine Erfahrungsberichte & Wandertage
Mitte Oktober war ich fünf Tage im Altmühltal und an drei davon auf fünf Etappen des Altmühltal-Panoramawegs unterwegs. Diese Abschnitte liegen im mittleren und östlichen Teil: von den Felsen bei Solnhofen über die Wacholderheiden bei Kipfenberg bis zur Klamm bei Riedenburg.
Etappe: Solnhofen–Mörnsheim (Tag 1)
Wandertag 1: Solnhofen bis Dollnstein | Gehzeit: 6,5 Std. | Strecke: 21 km | 620 m bergauf, 640 m bergab | Tour auf Komoot ↗




Meine erste Etappe auf dem Altmühltal-Panoramaweg startet in Solnhofen und führt mich gleich zu einem der bekanntesten Naturhighlights der Gegend: den Zwölf Aposteln. Die markanten Kalksteinfelsen ragen zwischen Solnhofen und Eßlingen aus dem Hang und erinnern daran, dass hier vor Millionen Jahren ein urzeitliches Meer lag. Mitte Oktober wandere ich durch die herbstliche Landschaft und über eine Wacholderheide hinunter zur Altmühl. Anschließend überquere ich den Fluss und steige hinauf zum Maxberg, wo der Weg an einem Betriebsgelände vorbeiführt. Hier werden die berühmten Solnhofener Plattenkalke verarbeitet.
Zum Abschluss der Etappe genieße ich den Blick ins Gailachtal, bevor ich Mörnsheim erreiche. Die kurze Strecke lässt mir genügend Zeit, die faszinierenden Felsformationen und die Landschaft entlang des Weges in Ruhe zu entdecken.
Etappe: Mörnsheim–Dollnstein (Tag 1)








Meine zweite Etappe beginnt in Mörnsheim im Gailachtal. Zunächst geht es ordentlich bergauf über eine waldreiche Anhöhe, bevor ich wieder ins Tal hinunterwandere. Am Bootsrastplatz Hammermühle bietet sich eine Pause an. Während hier im Sommer viele Kanufahrer auf der Altmühl unterwegs sind, ist es Mitte Oktober etwas ruhiger. Danach führt mich der Weg abwechslungsreich durch Wald und Wacholderheide entlang.
Kurz vor Dollnstein öffnet sich schließlich der Blick über das Urdonautal. Hier flossen einst die Altmühl und die Urdonau zusammen. Die Urdonau hat das heutige Altmühltal zwischen Dollnstein und Kelheim geprägt. Nach rund elf Kilometern erreiche ich Dollnstein und damit das Ziel meiner zweiten Etappe.
Etappe: Walting–Kipfenberg (Tag 2)
Wandertag 2: Walting bis Kipfenberg | Gehzeit: 6,5 Std. | Strecke: 20 km | 540 m bergauf, 530 m bergab | Tour auf Komoot ↗









An meinem zweiten Wandertag starte ich in Walting und wandere zunächst an den kleinen Dörfern Rieshofen und Pfalzpaint vorbei. Bald wartet eines der Highlights des gesamten Panoramawegs auf mich: die Gungoldinger Wacholderheide. Das Naturschutzgebiet gilt als die schönste Wacholderheide im Naturpark. Zwischen den einzelnen Wacholderbüschen, Felsen und Trockenrasen fühlt es sich fast ein bisschen nach Süden an. Dass die Landschaft so offen bleibt, verdankt sie übrigens den Schafen, die hier regelmäßig weiden.
Weiter geht es Richtung Arnsberg. Eigentlich würde der Weg hier über die Arnsberger Leite führen, doch der Abschnitt ist wegen Felssicherungsarbeiten gesperrt. Ab dem Sportplatz in Arnsberg folge ich deshalb der gut ausgeschilderten Umleitung über den Schmetterlingsweg. Auf rund fünf Kilometern geht es durch Wald und über sonnige Wacholderheiden bis zur alten Altmühlbrücke in Böhming. Die Umleitung entpuppt sich als schöne Alternative, denn von hier habe ich einen tollen Blick hinüber auf die Felsen der Arnsberger Leite. Kurz vor Kipfenberg tauche ich dann in die Römerzeit ein: Rekonstruktionen von Palisade und Wachturm erinnern an den Limes, der hier verlief. Nach rund 18 Kilometern erreiche ich Kipfenberg mit seiner markanten Burg.
Tipp: Bevor du losgehst, schau am besten auf der Etappenseite des Naturparks ↗ nach, ob die Sperrung bei Arnsberg noch besteht.
Etappe: Kelheim–Essing (Tag 3)
Wandertag 3: Kelheim über Essing bis Riedenburg | Gehzeit: 7 Std. | Strecke: 27 km | 710 m bergauf, 690 m bergab | Tour auf Komoot ↗






Meinen dritten und letzten Wandertag beginne ich in Kelheim und gehe die letzten beiden Etappen des Panoramawegs in umgekehrter Richtung. Von der Kelheimer Altstadt aus folgt der Weg zunächst der Donau. Danach geht es auf einem langen Waldstück über einen alten Keltenwall, bevor der Weg steil hinunter ins Tal führt.
Unten wandere ich ruhig an den Altwässern der Altmühl entlang, bis die geschwungene Holzbrücke bei Essing auftaucht. Auf dem „Tatzelwurm“ überquere ich den Main-Donau-Kanal und erreiche dann den kleinen Ort Essing. Direkt am Weg liegen außerdem die Klausenhöhlen, in denen schon Neandertaler Schutz suchten.
Etappe: Essing–Riedenburg (Tag 3)



Von Essing aus geht es weiter durch den Wald. Kurz hinter dem kleinen Felsenhäusl-Museum steige ich bergauf und stehe schließlich vor dem Tor von Burg Prunn, einer der am besten erhaltenen Ritterburgen Bayerns. Hier reicht der Blick über den Main-Donau-Kanal bis Schloss Rosenburg. Anschließend geht es wieder ins Tal hinunter, über den Main-Donau-Kanal und auf der anderen Seite erneut bergauf.
Der abenteuerlichste Abschnitt der Tour ist die Klamm: Über Stufen und schmale Steige geht es zwischen moosbewachsenen Felsen und alten Bäumen hindurch, und von einer Aussichtskanzel blicke ich noch einmal hinüber zu Burg Prunn. Danach wandere ich durch ein Naturwaldreservat hinunter nach Riedenburg, in die Drei-Burgen-Stadt.
Das erwartet dich auf dem Altmühltal-Panoramaweg






Der Altmühltal-Panoramaweg begleitet die Altmühl auf ihrem Weg durch den Naturpark und wechselt dabei ständig die Perspektive. Mal wanderst du unten in den Flussauen, dann geht es hinauf auf die Hänge mit Wacholderheiden, Kalkfelsen und weiten Ausblicken ins Tal. Immer wieder tauchen Burgen auf, und mit den Römern und dem Jurameer reist du unterwegs auch ein Stück in die Vergangenheit.
Diese Highlights lagen auf meiner Strecke oder ganz in der Nähe:
- Orte und Kultur: die barocke Bischofsstadt Eichstätt, die Drei-Burgen-Stadt Riedenburg, Kelheim und das Kloster Weltenburg
- Natur und Landschaft: die Gungoldinger Wacholderheide, die Arnsberger Leite, die Klamm bei Riedenburg und der Donaudurchbruch bei Weltenburger
- Besondere Wegpunkte: die Zwölf Apostel bei Solnhofen, der rekonstruierte Limesturm bei Kipfenberg und Burg Prunn
Genusswandern & Kulinarik






Zum Wandern gehört für mich auch gutes Essen. Im Altmühltal lassen sich Naturerlebnisse wunderbar mit gemütlichen Pausen in Cafés, Bäckereien und Restaurants verbinden. Gerade die historischen Städte entlang des Altmühltal-Panoramawegs laden dazu ein, nach einer Wanderung noch ein wenig zu verweilen und die regionale Gastronomie zu entdecken. Auch als Vegetarierin bin ich unterwegs gut auf meine Kosten gekommen: Kelheimer Weisses Bräuhaus, Kalimera Taverna und Bäckerei Wiesbeck. Besonders das Sellerieschnitzel im Weissen Bräuhaus in Kelheim wird mir noch lange in Erinnerung bleiben.
Meine Tipps zum Einkehren:
- Eichstätt: Café im Paradeis und Sipl Lieblingsbäcker
- Kelheim: Weisses Bräuhaus, Kalimera Taverna und Bäckerei Wiesbeck
- Dollnstein: Hotel Burghof
- Etappe Walting–Kipfenberg: Am Sportplatz liegt der Eisautomat Funck
Meine Unterkünfte



Insgesamt war ich fünf Tage im Naturpark Altmühltal unterwegs, inklusive An- und Abreisetag. Übernachtet habe ich in Eichstätt und Kelheim, also in zwei der schönsten Städte in Bayern. Beide Orte lohnen sich auch abseits des Panoramawegs: In Eichstätt kannst du gemütlich durch die barocke Altstadt bummeln oder eine Runde auf dem Eichstätter Panoramaweg drehen. In Kelheim solltest du dir die Befreiungshalle hoch über der Stadt nicht entgehen lassen. Und wenn du in Riedenburg noch Zeit hast, ist der 3-Burgen-Weg eine schöne Ergänzung.
DAS ALTMÜHLTAL ↗ in Eichstätt: Das Designhotel liegt direkt an der Altmühl, nur wenige Schritte von der barocken Altstadt Eichstätts entfernt. Es bietet ein Restaurant, eine Bar, einen Fitnessraum und eine Sauna.
Turmhotel Zum Erasmus ↗ in Kelheim: Das romantische Turmhotel befindet sich im Herzen der historischen Altstadt von Kelheim und ist in einem denkmalgeschützten Wehrturm aus dem 14. Jahrhundert untergebracht. Es bietet individuelle Zimmer und Suiten, teilweise mit Dachterrasse oder Balkon, sowie einen Spa- und Wellnessbereich.
Altmühltal-Panoramaweg mit Gepäcktransport


Wenn du dich nicht selbst um die Buchung von Unterkünften kümmern möchtest, kannst du den Altmühltal-Panoramaweg auch als Wanderreise mit oder ohne Gepäck buchen. Du kannst die komplette Strecke von Gunzenhausen bis Kelheim in acht oder neun Wandertagen gehen oder als Genießer-Tour nur einen Teil des Weges, entweder den westlichen bis Eichstätt oder den östlichen bis Kelheim. Enthalten sind Übernachtungen mit Frühstück, Gepäcktransport, Kurtaxe und ein Wanderführer mit allen Etappeninfos.
Lieber in der Gruppe unterwegs? Dann gibt es auch eine geführte Wanderwoche mit festem Standort, inklusive Halbpension und Transfers. Hier kommst du zu den buchbaren Wanderangeboten auf dem Altmühltal-Panoramaweg ↗.
Mein Fazit


Der Altmühltal-Panoramaweg lässt sich je nach individuellen Bedürfnissen in 10 bis 15 Etappen einteilen. Ich habe an drei Wandertagen mehrere Etappen miteinander kombiniert und das in ganz unterschiedlichen Ecken des Naturparks. Zwei Etappen bin ich an einem Wandertag in umgekehrter Richtung gegangen. Das kann man gestalten, wie man möchte, denn der Weg ist in beide Richtungen gut beschildert und markiert.
Mit dem Wetter hatte ich Mitte Oktober richtig Glück: Der Herbst zeigte sich von seiner goldenen Seite. Nur morgens waren die Pfade manchmal noch etwas feucht oder es lag Nebel im Tal. Da das Altmühltal ziemlich weitläufig ist, habe ich in zwei verschiedenen Unterkünften übernachtet. So war ich jeweils näher an den Etappen, die ich gewandert bin.
Für mich zeigt das, wie flexibel sich der Altmühltal-Panoramaweg gestalten lässt: Du kannst ihn am Stück wandern oder dir einzelne Abschnitte herauspicken. Meine Touren habe ich in meiner Komoot-Collection zum Altmühltal-Panoramaweg ↗ zusammengestellt.
Offenlegung: Dieser Blogbeitrag entstand in Zusammenarbeit mit dem Naturpark Altmühltal. Meine Eindrücke und Einschätzungen beruhen auf meinen eigenen Erlebnissen vor Ort.
