Als hauptberufliche Wanderbloggerin und Content Creatorin bin ich mehrmals pro Woche wandern und gehe im Jahr ganz unterschiedliche Wege. Von einfachen Wanderwegen bis zu alpinen Bergtouren ist alles dabei. Deshalb gibt es bei mir auch nicht den einen Wanderschuh für alles. Hier zeige ich dir, welche Schuhe ich nutze, was ich an ihnen mag und auf welchen Touren sie mich bereits begleitet haben.

Mammut Ducan II Low GTX Women
Meine aktuellen Lieblingsschuhe

Über 900 Kilometer haben meine Mammut Ducan II Low GTX inzwischen hinter sich. Sie sind aktuell meine Lieblingsschuhe und haben mich bereits auf einigen Mehrtagestouren begleitet, darunter dem Eifelsteig, der Alpenüberquerung und dem FrankenwaldSteig. Auch in Flandern, Finnland und im Salzburger Land und vielen weiteren Wanderregionen war ich mit ihnen in Europa unterwegs.
Was ich an ihnen besonders schätze, ist der extrem gute Grip. Ich habe ziemlich viel Angst davor, auszurutschen, und fühle mich mit einer griffigen Sohle einfach wohler. Dazu bieten die Schuhe einen guten Schutz, wenn ich beispielsweise gegen einen Stein stoße oder ein Stein auf meinen Fuß fällt.
Hier war ich unter anderem mit den Mammut-Schuhen unterwegs:
- Eifelsteig: Weitwandern zwischen Aachen und Trier
- Alpenüberquerung vom Tegernsee nach Sterzing
- FrankenwaldSteig
- Müllerthal Trail in Luxemburg
Im Video siehst du meine Mammut-Schuhe auf dem Müllerthal Trail im Einsatz:
LOWA Explorer GTX Mid Ws
Knöchelhoch, aber trotzdem nicht klobig

Kennengelernt habe ich die LOWA Explorer GTX Mid Ws, als ich für die Süddeutsche Zeitung mehrere Wanderschuhe testen durfte. Bis dahin war ich nicht wirklich davon überzeugt, dass ich knöchelhohe Wanderschuhe brauche. Diese Modelle wirkten allerdings angenehm leicht und alles andere als klobig. Man kann die Wanderschuhe sogar neubesohlen. Nach dem Test habe ich sie mir deshalb selbst gekauft.
Leider bekam ich bei den anschließenden Wanderungen trotz mehrmaligen Tragens Blasen. Während des Tests bei der Süddeutschen Zeitung hatte ich dieses Problem bei den Testschuhen nicht. Deshalb stehen die neuen Schuhe aktuell schon länger im Schrank.
Hier findest du auch den Wanderschuh-Test der Süddeutschen Zeitung ↗.
La Sportiva Aequilibrium Trek Woman GTX
Für anspruchsvolles alpines Gelände

Im Vergleich zu meinen anderen Wanderschuhen sind die La Sportiva Aequilibrium Trek Woman GTX deutlich klobiger und schwerer. Trotzdem finde ich sie sehr angenehm zu tragen.
Zum ersten Mal war ich mit ihnen im Winter in Slowenien unterwegs. Dabei konnte ich auch gut meine Grödel an den Schuhen befestigen. Vor allem im alpinen Gelände greife ich gerne zu diesem Modell. Auf Schotterfeldern und in unwegsamem Gelände schätze ich den zusätzlichen Schutz und die Stabilität, die mir der höhere Schaft bietet.
Im Video trage ich die La Sportiva auf meiner Wanderung zu den Laghi di Fusine in Italien:
Salomon Speedcross 6 GTX Damen

Meine ersten Lieblingsschuhe mit richtig gutem Grip
In die Salomon Speedcross 6 GTX habe ich mich direkt verliebt. Sie haben einen richtig guten Grip auf rutschigem Untergrund. Als ich mein erstes Paar schließlich durchgelaufen hatte, habe ich sie mir deshalb einfach noch einmal gekauft. Meine ausführliche Erfahrung liest du in meinem Review zum Salomon Speedcross 6 GTX nach 600 km.
Inzwischen nutze ich sie vor allem zum Trailrunning, wofür sie auch konzipiert sind und beworben werden. Beim Wandern waren sie unter anderem auf dem Moselsteig und beim Großglockner Mountain Run an den Füßen. Auch auf meiner Hüttentour in Slowenien hatte ich sie an. Dort hätte ich mir allerdings knöchelhohe Schuhe gewünscht. Die Geröllfelder waren mit den niedrigen Schuhen und zu wenig Schutz an den Seiten nicht besonders angenehm.
Decathlon Quechua SH500 Mountain
Meine günstigen Winterschuhe


Die Quechua SH500 Mountain habe ich mir ursprünglich für Schneeschuhwanderungen gekauft. Ich wollte dafür ein geeignetes Paar haben, ohne gleich viel Geld für neue Winterschuhe auszugeben.
Mittlerweile nutze ich sie seit drei Jahren und trage sie auch ohne Schneeschuhe. Sie bieten einen guten Grip und ich kann bei Bedarf Grödel befestigen. Für mich sind sie eine praktische Lösung, wenn ich bei winterlichen Bedingungen unterwegs bin.
Knöchelhohe oder niedrige Wanderschuhe?

In Bergsportgeschäften werden häufig knöchelhohe Wanderschuhe empfohlen, weil sie mehr Halt bieten und das Risiko des Umknickens reduzieren sollen. Ich finde allerdings, dass es nicht die eine richtige Lösung für alle gibt.
Wer regelmäßig wandert, Erfahrung mitbringt und sich auf den eigenen Füßen sicher fühlt, kommt je nach Gelände auch mit niedrigen Wanderschuhen gut zurecht. Ich trage selbst beides und entscheide je nach Tour, Untergrund und persönlichen Anforderungen. Auf anspruchsvollen alpinen Wegen und in Geröllfeldern greife ich lieber zu meinen höheren Schuhen.
Wichtig ist, dass der Schuh zum Gelände passt und gut sitzt. Auch ein hoher Schaft kann Umknicken nicht vollständig verhindern.
Was bedeutet eigentlich wasserdicht bei Wanderschuhen?

Wanderschuhe mit Gore-Tex oder einer anderen wasserdichten Membran sollen die Füße trocken halten. Trotzdem höre ich immer wieder von Wanderern, die bisher keine wirklich wasserdichten Schuhe gefunden haben.
Das kann unterschiedliche Gründe haben. Bei starkem Regen oder tiefen Pfützen kann Wasser beispielsweise von oben in den Schuh gelangen. Auch wenn die Schuhe nicht richtig gepflegt werden oder die Membran beschädigt ist, kann die Wasserdichtigkeit leiden. Und manchmal fühlen sich Füße nass an, obwohl gar kein Wasser von außen eingedrungen ist: Schweiß kann sich im Schuh sammeln, gerade bei anstrengenden Touren.
Ein weiterer Punkt ist die Trocknung. Ist erst einmal Feuchtigkeit im Schuh, kann es länger dauern, bis das Innenfutter wieder trocken ist. Deshalb sind wasserdichte Schuhe nicht automatisch die beste Wahl für jede Temperatur und jede Wanderung.
Warum habe ich so viele Wanderschuhe?
Ich bin hauptberuflich mehrmals pro Woche wandern und brauche meine Wanderschuhe dadurch deutlich häufiger als normale Alltagsschuhe. Entsprechend hoch ist auch mein Verschleiß. Dazu bin ich auf ganz unterschiedlichem Terrain unterwegs: auf einfachen Wanderwegen, bei Mehrtagestouren und im alpinen Gelände.
Wie ich die Kilometer meiner Wanderschuhe tracke
Damit ich den Überblick nicht verliere, tracke ich meine Wanderungen mit meiner Garmin-Uhr und ergänze anschließend das jeweilige Schuhmodell. So sehe ich, wie viele Kilometer jeder Schuh bereits zurückgelegt hat und wann es Zeit wird, über ein neues Paar nachzudenken.
