Das Großarltal zählt zu den schönsten Wanderregionen im Salzburger Land. Zwischen idyllischen Almen, aussichtsreichen Gipfeln und kristallklaren Bergseen erwarten dich abwechslungsreiche Wanderungen für jeden Anspruch.
Wandern im Großarltal


Das Großarltal liegt im Salzburger Land zwischen dem Gasteinertal und dem Kleinarltal, südlich von St. Johann im Pongau. Die Region begeistert mit einer beeindruckenden Vielfalt an Wanderungen – von idyllischen Almwegen über aussichtsreiche Gipfeltouren bis hin zu kristallklaren Bergseen. Nicht umsonst trägt das Großarltal mit rund 40 bewirtschafteten Almen den Beinamen „Tal der Almen“.
Eingerahmt von den Gipfeln der Ankogelgruppe und den Hohen Tauern erstreckt sich das Tal über die Orte Großarl und Hüttschlag bis zum Talschluss im Nationalpark Hohe Tauern. Hier erwarten dich auf 400 Kilometern markierter Wanderwegen unzählige Möglichkeiten, die alpine Landschaft aktiv zu erwandern.
Das Großarltal mit seinen beiden Orten Großarl und Hüttschlag erhielt als erste Region im Land Salzburg und als zweite Region in ganz Österreich das Österreichische Wandergütesiegel.
1. Schuhflicker See




Den kürzesten Aufstieg zum Schuhflicker See genießt du, wenn du direkt bei der Au-Alm parkst (oder dich mit dem Wandertaxi hierherfahren lässt). Diese erreichst du über eine schmale Bergstraße, wo du weiter oben eine Schranke passierst und die Mautgebühr am Automaten bezahlen musst.
Von dort wechselst du auf den beschilderten Wanderweg und steigst über den Wiesenweg bergauf. Im Hintergrund siehst du bereits den markanten Schuhflicker (2.215 m) mit seinem zackigen Gipfel. Der See ist noch lange nicht in Sichtweite. Unterwegs kommst du an einem kleinen Ziegengehege vorbei. Rundherum grasen Kühe auf den weitläufigen Almwiesen, mal direkt neben dem Wanderweg, mal etwas weiter entfernt.
Der Weg steigt fast durchgehend an. Kurz vor dem höchsten Punkt wartet schließlich der steilste Abschnitt, der in Serpentinen hinauf zum Wegweiser führt. In Serpentinen geht es dem Pfad nach immer weiter bergauf. Oben angekommen liegt allerdings noch nicht der See, sondern ein sich am Hang schlängelnder Pfad führt noch einmal ums Eck, bis der See sichtbar wird. Zum Schuhflickersee musst du dann also wieder ein Stück absteigen, um den Bergsee zu erreichen. Zurück gehst du denselben Weg.
Selbst im Juni oder Juli können entlang des Weges noch Altschneefelder liegen. Im Schuhflickersee treiben häufig bis in den Sommer hinein Eisschollen. Auffällig ist außerdem, dass der Wasserstand des Sees das ganze Jahr über nahezu unverändert bleibt.
2. Saukaralm mit Saukarkopf




Die Saukaralm ist mit 1.820 Metern die höchstgelegene Alm im gesamten Großarltal und befindet sich am Fuße des Saukarkopf-Gipfels. Praktischerweise kannst du die Wanderung im Tal von Großarl aus starten. Zunächst wanderst du über Straße und Steige bis Vorderstadluck, wo es Parkplätze gibt oder du dich auch mit dem Wandertaxi hinbringen lassen kannst. Von dort wanderst du abwechslungsreich über Wiesen, Pfade und Kuhweiden zur Saukaralm. Der Weg verläuft überwiegend steil und bietet immer wieder schöne Ausblicke.
Schon von der Saukaralm aus zieht der markante Saukarkopf alle Blicke auf sich. Der zusätzliche Gipfelanstieg ist zwar steil, wird aber mit einer fantastischen Aussicht über das Großarltal und die mächtige Bergwelt belohnt.
3. Ötzlsee




Der Weg zum Ötzlsee ist vielmehr ein Spaziergang als eine Wanderung, denn er verläuft durchgängig auf einem flachen Forstweg. Los geht es vom großen Parkplatz Hüttschlag Talschluss mit Bushaltestelle, Nationalpark Info und vielen Schautafeln sowie dem Talmuseum Hüttschlag und der Einkehrmöglichkeit Talwirt. Hier findest du auch zahlreiche gelbe Wandertafeln, die Ziele in unterschiedlichen Richtungen anzeigen.
Zum Ötzlsee geht es in Richtung Süden, entlang der Großarler Ache. Schon nach kurzer Zeit triffst du auf die Wegtafel zum Kree Alm Wasserfall. Je weiter du hinauf gehst, desto trittsicherer musst du sein. Denn der steile Pfad ist schmal und matschig. Statt zum Ötzlsee kannst du hier auch weiter zur Kree Alm und zum Murtörl aufsteigen.
Weiter auf der Forststraße führt der Weg vorbei an weitreichenden Weiden mit Pferden und Kühen, später an einem Wildgehege. Kurz vor dem Ötzlsee überquerst du die Großarler Ache. Direkt neben der Brücke lädt ein schöner Rastplatz am glasklaren Wasser zu einer Pause ein. Ein Stück danach ist ein Kneipp-Becken und der Ötzlsee liegt in unmittelbarer Nähe. Zurück geht es denselben Weg.
Wer noch weiterwandern möchte, kann die Tour bis zum Schödersee verlängern. Im Talschluss von Hüttschlag gibt es zahlreiche weitere Wandermöglichkeiten.
Die Buslinie 540 fährt regelmäßig von St. Johann im Pongau über Großarl bis zum Talschluss Hüttschlag und ermöglicht damit eine bequeme Anreise ohne Auto.
4. Tappenkarsee






Der Tappenkarsee ist der wohl größte natürliche Bergsee der Ostalpen und aus mehreren Richtungen erreichbar: von der Schwabalm, dem Jägersee und der Hallmoosalm oberhalb von Hüttschlag. An der Hallmoosalm befinden sich mehrere Parkmöglichkeiten. Hierher kannst du dich mit dem Wandertaxi fahren lassen.
Bei dieser Tagestour wanderst du durch den Karteisgraben bis zu den Draugsteinalmen, die am Fuße des gleichnamigen Gipfels liegen. Optional kannst du natürlich auch noch den Gipfel des Draugsteins 2.356 m mitnehmen. Von der Alm gehst du weiter bergauf bis zum Draugsteintörl und steigst dann zur Tappenkarsee Alm ab, die direkt am Wasser steht. Hier kannst du einkehren, aber nicht übernachten. Nicht weit entfernt liegt die Tappenkarseehütte des Österreichischen Alpenvereins auf einer Anhöhe. Um die Tour als Rundweg zu gehen steigst du zum Karteistörl hinauf und dann über die Karteisalm hinab zum Ausgangspunkt.
Mehrtagestour: Die 3-Tages-Hüttentour im Großarltal führt auch am Tappenkarsee vorbei. Du übernachtest hier auf der Draugsteinalm.
Wandern mit Bergbahnen
Wer in höherer Lage wandern gehen möchte, kann im Großarltal die Bergbahnen zum „Seilbahnwandern” nutzen. Auch hier gibt es die Möglichkeit, zu idyllischen Almen, herrlichen Seen und aussichtsreichen Gipfeln aufzusteigen, ohne dass man viele Höhenmeter überwinden muss.
Mit den beiden Sommerbergbahnen sparst du dir viele Höhenmeter und erreichst zahlreiche Wanderungen deutlich entspannter. Dadurch eignen sich die Bahnen ideal für Familien, Genießer oder alle, die lieber oben in die Tour starten möchten.
Mein Unterkunftstipp
Ich habe drei Tage im Großarltal verbracht und drei Nächte im familiengeführten Hotel Hubertushof ↗übernachtet. Die Gastfreundlichkeit war deutlich spürbar und ich habe mich sehr wohl gefühlt.


Unterwegs mit öffentlichen Verkehrsmitteln
Dank des Guest Mobility Tickets, das jeder Übernachtungsgast im Salzburger Land erhält, bist du während deines Urlaubs kostenlos mit den öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs. So erreichst du viele Ausgangspunkte für Wanderungen ganz bequem ohne Auto.
Falls du dir ein paar Höhenmeter sparen oder einen Ausgangspunkt ansteuern möchtest, den kein Linienbus anfährt, kannst du das Wandertaxi nutzen. Damit gelangst du zum Beispiel bequem zur Hallmoosalm und startest deine Wanderung direkt in den Bergen.
Weiterführende Infos

- Sommerbetrieb der Bergbahnen im Großarltal ↗
- Öffnungszeiten der Almen ↗
- Wandertaxi ↗
- Fahrplan der Buslinie 540 ↗
- Webcams in der Nähe ↗
Offenlegung: Dieser Blogbeitrag ist in Zusammenarbeit mit dem Tourismusverband entstanden. Die einzelnen Inhalte habe ich mir komplett selbst ausgesucht.
