Slowenien ist mit seinen zahlreichen Sehenswürdigkeiten eines meiner liebsten Reiseziele – nicht nur, weil ich von daheim in wenigen Stunden mitten in türkisfarbenen Flüssen, hohen Gipfeln und kleinen Küstenstädtchen stehe.
In diesem Artikel nehme ich dich mit zu meinen persönlichen Slowenien‑Highlights: Orte, die ich selbst besucht habe – mit ausführlichen Erfahrungsberichten von Wanderungen, Stadterkundungen und entspannten Spaziergängen. Vom Bleder See über leichte Hüttentouren in den Julischen Alpen bis zu verwinkelten Altstädten an der Küste ist alles dabei – eine Sammlung für alle, die Slowenien gern aktiv entdecken möchten
Übersicht
Slowenien ist mit rund 20.000 Quadratkilometern deutlich kleiner als Österreich und im Vergleich zu Deutschland fast winzig – und doch unglaublich vielseitig. Zwischen den Alpen im Norden, der Adria im Südwesten sowie den Nachbarländern Italien und Kroatien liegen Berge, Seen, Höhlen und Küstenorte erstaunlich nah beieinander. Genau das macht Slowenien mit seinen zahlreichen Sehenswürdigkeiten zu einem idealen Reiseziel.
1. Bleder See


Der Bleder See ist für mich der Inbegriff von „Postkarten‑Slowenien“ – mit der kleinen Insel in der Mitte, dem Kirchturm und der Burg, die über dem See thront. Ich war schon zweimal dort, einmal im Hochsommer und einmal im Herbst. Beide Mal wirkte der See aus einer anderen Stimmung heraus besonders fotogen.
Wenn du Lust auf Bewegung hast, solltest du dir die kurzen, aber aussichtsreichen Wanderungen auf der Westseite des Sees nicht entgehen lassen, von denen du den klassischen Blick auf Insel und Karawanken bekommst. Wer es gemütlicher mag, spaziert einmal rund um den See, gönnt sich eine Bleder Cremeschnitte im Café oder lässt sich mit dem Boot zur kleinen Insel übersetzen.
2. Soča Tal




Das Soča Tal steht für mich wie kaum eine andere Region in Slowenien für türkisblaues Wasser, Hängebrücken und schroffe Berge, die dicht über dem Fluss aufragen. Allein hier kannst du problemlos einen ganzen Urlaub verbringen, denn auf engem Raum findest du gemütliche Talwege, aussichtsreiche Höhenwege, Wasserfälle und hübsche Dörfer.
Je nachdem, ob du lieber gemütlich unterwegs bist oder Höhenmeter sammeln willst, kannst du dir deine Tage hier flexibel zusammenstellen: kurze Spaziergänge zu Hängebrücken und Badeplätzen, längere Wanderungen auf Aussichtskuppen oder kombinierte Bus‑ und Wandertage entlang des Flusses. Dazwischen liegen immer wieder Stellen, an denen du einfach am Ufer sitzen, ins Wasser schauen und den Trubel ein Stück hinter dir lassen kannst.
3. Triglav Nationalpark & Julische Alpen




Der Triglav‑Nationalpark ist das alpine Herz Sloweniens und verbindet schroffe Gipfel, weite Kare, Almen und klare Bergbäche auf vergleichsweise kleiner Fläche. Als einziger Nationalpark des Landes schützt er große Teile der Julischen Alpen und bietet dir auf kurzen Wegen sehr unterschiedliche Landschaftsbilder – von tief eingeschnittenen Tälern bis hinauf in hochalpine Regionen.
Du findest im Nationalpark zahlreiche leichte bis mittelschwere Wanderungen, die sich gut für einen Tagesausflug oder eine kurze Hüttentour eignen und dir trotzdem das Gefühl geben, mittendrin in den Julischen Alpen zu sein. Für eine erste Reise plane am besten mehrere Tage ein und lass dich von Wanderführern oder lokalen Empfehlungen inspirieren.
Eine besonders schöne Gipfelwanderung findest du im Beitrag Slemenova Špica.
Wenn du Lust auf eine mehrtägige Tour hast, schau dir meine 3-tägige Hüttentour im Triglav-Nationalpark an – in meinem Artikel findest du alle Infos dazu.
4. Höhlenburg Predjama

Die Höhlenburg Predjama wirkt wie aus einem Fantasy‑Film: Eine komplette Burg, die sich an eine senkrechte Felswand schmiegt und teilweise direkt in eine Höhle hineingebaut ist. Richtig beeindruckend wird es, wenn du direkt unter den Felswänden stehst und dir vorstellst, wie hier früher gelebt wurde. Die Kulisse ist so filmreif, dass sie in der dritten Staffel der Netflix‑Serie „The Witcher“ als Festung Vuilpanne zu sehen ist.
5. Piran


Mich selbst überrascht es immer wieder, dass Slowenien einen nicht ganz so kleinen Abschnitt am Meer hat. Zwischen Italien und Kroatien erstreckt sich der slowenische Abschnitt an der Adria mit den Städten Piran, Portorož und Isola; der beliebteste und wohl auch schönste Ort ist Piran, das schon sehr an Venedig erinnert.
Piran zeigt dir die mediterrane Seite Sloweniens – mit engen Gassen, einem zentralen Platz und Häusern, die farblich eher an Italien erinnern. In meinem Piran‑Artikel zeige ich dir schöne Ecken für einen Tagesausflug, damit du deinen Besuch bestens planen kannst
6. Bohinj See


Der Bohinj‑See liegt etwas ruhiger als der bekannte Bleder See und lässt sich wunderbar auf einem Roadtrip durch den Triglav‑Nationalpark einbauen. Rund um den See findest du Wanderwege, Bademöglichkeiten und mit der Seilbahn auf den Vogel auch einen schnellen Sprung ins alpine Gelände mit schönem Blick über den See
Ehrlicherweise gefällt mir der Bleder See besser aber auch der Bohinj See lässt sich auf einer Rundreise gut einbauen.
7. Ljubljana




Ljubljana ist eine der Städte, die sich trotz Hauptstadt‑Status erstaunlich überschaubar anfühlt: kurze Wege, viele Cafés und eine Altstadt, die sich gemütlich zu Fuß erkunden lässt. Entlang der Ljubljanica reiht sich ein Lokal ans nächste, darüber thront die Burg – perfekt, um einen Reisetag in Slowenien mit einem Stadtbummel und Abendessen ausklingen zu lassen.
Ich war schon zweimal in Ljubljana, einmal für einen Tagesausflug im Hochsommer und das zweite Mal über Weihnachten, als die Stadt ganz anders wirkt. Alle Sehenswürdigkeiten, meine liebsten Ecken und praktische Tipps habe ich in einem eigenen Ljubljana‑Artikel ausführlich zusammengefasst, den ich dir für die Detailplanung sehr empfehlen kann.
8. Logartal mit Rinkawasserfall


Das Logartal gehört für mich zu den landschaftlich schönsten Tälern in Slowenien und der Rinka‑Wasserfall ist eines seiner Highlights. Am Ende des Tals stürzt das Wasser in einer hohen, schmalen Kaskade in die Tiefe, und der kurze Zustieg eignet sich auch gut als Abstecher, wenn du nur einen halben Tag Zeit hast.
Im Winter habe ich den Wasserfall besonders beeindruckend erlebt: Der Fall war komplett gefroren und Eiszapfen hingen herunter. Mehr dazu und zur genauen Route findest du in meinem Bericht zur Winterwanderung zum Rinka‑Wasserfall.
9. Mondbucht in Strunjan


Die Mondbucht im Strunjan‑Naturpark ist einer der Küstenabschnitte Sloweniens und wirkt mit ihren hellen Felsen und dem klaren Wasser fast ein wenig verborgen. Am schönsten erlebst du sie auf einem Spaziergang über die Klippenwege, von denen du immer wieder hinunter auf die Bucht und die geschwungene Küstenlinie blickst.
Wie du die Mondbucht als Rundweg ab Portorož erwandern kannst, zeige ich dir in meinem Artikel zur Wanderung bei Portorož – inklusive Karte, GPX‑Track und Einkehrmöglichkeiten unterwegs. So kannst du deinen Küstenausflug ganz entspannt vorbereiten
Geheimtipps


Vor allem die Orte, die nicht auf der klassischen Touristenroute liegen, sind echte Highlights. Hierzu zählen die Städte Maribor, Kamnik und Ptuj. Wenn du Städte magst, findest du in meinen Artikeln zu Maribor und Ptuj viele konkrete Tipps zu Sehenswürdigkeiten, Aussichtspunkten und Cafés. Ein besonderer Ort im Soča-Tal ist außerdem die Kirche oberhalb von Kobarid, die auf einem Hügel thront und einen wunderschönen Blick ins Tal bietet.
Für alle, die sich eher für Natur und Abenteuer interessieren, lohnt sich ein Blick auf meinen Beitrag zur Planina‑Höhle – dort erkläre ich, wie du die Grotte besuchen und mit einem Ausflug in die Umgebung verbinden kannst.
Slowenien noch intensiver erleben: Egal, ob du Slowenien Sehenswürdigkeiten im Winter suchst, auf der Suche nach einem echten Slowenien Sehenswürdigkeiten-Geheimtipp bist – das kleine Land zwischen Alpen und Adria überrascht mit enormer Vielfalt.
Beste Reisezeit
Ganz klar: Genau dann, wenn es am schönsten zu sein scheint und der Sommerurlaub auf dem Plan steht, wird es in Slowenien richtig voll. Vor allem im Juli und August sind die bekannten Orte wie Bleder See, Soča‑Tal oder Piran gut besucht, und viele reisen mit sehr ähnlichen Routen im Gepäck – die klassischen Must‑Sees eben.
Gleichzeitig passt Slowenien bestens zum Trend „Coolcation“: frische Bergluft, viele Wälder und eiskalte Flüsse bieten eine willkommene Abkühlung, wenn es anderswo zu heiß ist. Wie schon erwähnt, ist das Land flächenmäßig nicht besonders groß, und wenn dann Reisende aus aller Welt gleichzeitig kommen, verteilt sich das nicht besonders gut.
Auch in der Vorsaison, also ab Mai, merkst du bereits deutlich mehr Betrieb als in den ruhigen Monaten zwischen November und März. Dann ist es zwar oft kalt und grau, aber trotzdem wunderschön – und die malerischen Orte und Sehenswürdigkeiten lassen sich in dieser Zeit sehr viel entspannter erkunden.
Suchst du Sonnenschein und angenehme Temperaturen, sind Juni sowie September und Anfang Oktober eine schöne Alternative zum Hochsommer. Für richtig warme Badetage eignen sich Juli und August am besten, auch wenn du dir dann die Highlights mit vielen anderen teilen musst. Wenn du es dagegen ruhig und einsam magst, würde ich dir vor allem die ersten drei Monate des Jahres ans Herz legen.
Und falls du dich fragst, warum Slowenien und die Slowakei immer wieder verwechselt werden, kläre ich das mit einem Augenzwinkern.
Wenn du deine Route gerade planst und noch nach Orientierung suchst, habe ich außerdem sechs aktuelle Empfehlungen in meinem Beitrag Slowenien-Reiseführer gesucht? Meine Buchempfehlungen zusammengestellt.
Welche Orte aus meiner Slowenien-Auswahl hast du vielleicht schon besucht oder planst du zu besuchen? Hast du Fragen? Schreib einen Kommentar!
