Der Millstätter See in Kärnten ist ein Ort, der sofort entschleunigt. Zwischen glitzerndem Wasser, sanften Hügeln und alpinen Gipfeln im Hintergrund erwartet dich eine Mischung aus Naturgenuss und aktiver Erholung. Ob gemütliche Spaziergänge entlang des Ufers oder aussichtsreiche Touren in den Nockbergen. Rund um den See findest du Wanderungen für jeden Geschmack.
In diesem Artikel zeige ich dir wunderschöne Touren am Millstätter See und besondere Erlebnisse, die deinen Aufenthalt unvergesslich machen.
Wandern am Millstätter See





Wandern am Millstätter See bedeutet vor allem Vielfalt: Dich erwarten einfache Rundwege, entspannte Slow Trails und anspruchsvollere Gipfeltouren mit beeindruckenden Ausblicken. Viele Routen führen dich immer wieder zu besonderen Aussichtspunkten, an denen der türkis-blaue See aus neuen Perspektiven erscheint.
Die Region eignet sich sowohl für Genießer als auch für ambitionierte Wanderer. Die beste Zeit zum Wandern ist von Frühling bis Herbst, wenn die Natur in sattem Grün leuchtet und die Fernsicht am klarsten ist. Aber auch im Winter kommt man hier auf seine Kosten.
1. Liesersteig, Millstätter See & See-Rücken






Bei der Route „Liesersteig, Millstätter See & See-Rücken“ handelt es sich um einen von 100 Rail &Trail-Wanderungen, die bequem vom Bahnhof aus begonnen werden können. Startpunkt ist der Bahnhof Spittal-Millstättersee.
Zunächst wanderst du durch den schönen Stadtpark und wechselst nach einiger Zeit auf den ausgewiesenen Liesersteig. Dem Wanderpfad folgend gehst du durch die spektakuläre Lieserschlucht mit üppiger Vegetation und zeitweise Flussblick. Am Seeboden triffst du auf den Millstätter See und wanderst dann weiter durch den herrlichen Wald mit weiteren Höhenmetern. Ab St. Wolfgang steigst du steil hinab nach Spittal an der Drau, wo der Rundweg wieder am Bahnhof endet.
Beachte jedoch, dass es sich um keine ausgewiesene Route handelt. Am besten navigierst du mit einer Wander-App und kannst zum Beispiel die Rail & Trail App nutzen.
2. Runde um den Zwergsee




Zum Zwergsee gelangst du aus mehreren Richtungen. So kannst du zum Beispiel vom Seeufer Millstatt starten und hinaufgehen. Alternativ beginnt der Weg am kostenpflichtigen Parkplatz weiter oben. Über eine Aussichtsplattform mit Seeblick gehst du auf dem breiten Weg direkt zum Zwergsee und kannst den Rundweg über den ebenso schönen Klieberteich fortsetzen.
3. Höhenrundweg mit drei Gipfeln








Von der Schwaigerhütte als guter Ausgangspunkt kannst du in mehrere Richtungen wandern und eine Wanderung mit einer Einkehr verbinden.
Etwas weniger bekannt als der „Weg der Liebe“ und das Granattor ist eine Gipfeltour in Richtung Westen. Du wanderst zur Millstätter Hütte und steigst dann hinauf zum Hochpalfenock (2.099 m), dem ersten von drei Gipfeln über 2.000 Meter Seehöhe. Auf dem Bergrücken genießt du die Aussicht und den Blick auf den blauen, glitzernden Millstätter See ganz weit unten im Tal. Auf dieser Höhe wanderst du weiter in Richtung Tschiernock (2.088 m). Entweder steigst du zur Sommeregger Alm hinab oder setzt die Runde auf dem Höhenweg unterhalb der Gipfel fort in Richtung Ausgangspunkt zurück. Dabei steht ein Anstieg auf den Tschierwegernock (2.010 m) an.
Eine alternative Wanderung ist die beliebte Tour auf dem „Weg der Liebe“ zum Granattor, die ebenfalls bei der Schwaigerhütte startet.
4. Slow Trail Südufer
Diese Ecke am Millstätter See erfüllt auf dem Slow Trail Südufer alles, was das (Genuss-)Wanderherz begehrt.
Vom Ausgangspunkt südlich von Seeboden gehst du gemütlich Richtung Ufer. Am Ufer angekommen, wanderst du auf dem Pfad direkt am Millstätter See entlang. Unterwegs kommst du an einigen Rastplätzen mit Liegestühlen und Schaukeln vorbei, die zum Verweilen einladen. Auf der gegenüberliegenden Seite erblickst du den Ort Millstatt mit seinen beiden Zwiebeltürmen. Am Ende des Slow Trails geht es auf dem gleichen Weg zurück zum Ausgangspunkt.
Hier gelangst du zu meinem Artikel über die Slow Trails in Kärnten.
5. Slow Trail Mirnock
Namensgeber für diesen Slow Trail ist der Berg Mirnock: Er gilt als ganz besonderer Kraftberg, wobei die Wanderung nicht bis zum Gipfel hinaufführt, sondern am Hang entlang. Offizieller Startpunkt ist der Gasthof Bergfried hoch über dem wunderschönen Millstätter See.
Vor dem Aufstieg lohnt sich ein Abstecher zur Aussichtsplattform „Sternenbalkon“. Nun beginnt Slow Trail Mirnock: Rechts vom Alpengasthof wanderst du auf einem Naturweg in einigen Kehren steil bergauf. Im Aufstieg triffst du auf Aussichtsplattformen mit Bänken und zum Praktizieren von Yoga. Am oberen Aussichtspunkt stehen bequeme Holzliegen bereit. Beim Kneipp-Becken ist auch das Ende des Slow Trails erreicht und du kannst nach einer Rast den Rückweg antreten.
Hier gelangst du zu meinem Artikel über die Slow Trails in Kärnten.
Mehrtageswanderung: Via Paradiso
An vier Tagen wanderst du rund um den malerischen Millstätter See herum und lernst ihn wirklich intensiv von allen Seiten kennen.
Über meine Erfahrung über die Via Paradiso berichte ich in einem eigenen Blogartikel.
Besondere Auszeiten und Erlebnisse


Neben den Wanderungen bietet der Millstätter See auch einige besondere Erlebnisse, die deinen Aufenthalt noch einmal auf eine andere Art bereichern. Hier geht es weniger um klassische Aktivitäten, sondern vielmehr um bewusste Auszeiten in der Natur.
Eine besonders ruhige Erfahrung ist eine Übernachtung in einem Biwak (es gibt mehrere rund um den Millstätter See). In kleinen, reduzierten Holzhütten schläfst du mitten in der Natur. Oft mit Blick auf den See oder in den Wald. Der Fokus liegt auf Einfachheit, Ruhe und einem intensiven Naturgefühl.
Ebenfalls besonders ist das sogenannte „SeeBad“: In holzbeheizten Wannen genießt du ein privates Badeerlebnis unter freiem Himmel. Der Kontrast zwischen warmem Wasser und frischer Seeluft macht den Reiz aus.
Wenn du den See aktiv erleben möchtest, ist ein Picknick im Ruderboot eine schöne Option. Mit regionalen Produkten an Bord kannst du dir deinen eigenen Platz auf dem Wasser suchen und die Umgebung aus einer neuen Perspektive genießen.
Da diese Angebote ↗ bewusst klein und exklusiv gehalten sind, lohnt sich eine frühzeitige Reservierung.
Tipps für Unterkünfte




Rund um den Millstätter See findest du eine gute Auswahl an Unterkünften – von familiengeführten Pensionen bis hin zu stilvollen Hotels direkt am Wasser. Besonders beliebt sind die Orte Millstatt, Seeboden und Döbriach, die jeweils ihren eigenen Highlights bieten und sich gut als Ausgangspunkt für Wanderungen eignen.
Millstatt am Nordufer bietet eine schöne Mischung aus Infrastruktur, Seezugang und Nähe zu den Bergen. Aber auch die anderen Orte rund um den See haben ihren Reiz. Je nachdem, ob du es ruhiger oder etwas lebendiger magst.
Während meines Aufenthalts habe ich in der Villa Postillon am See ↗ übernachtet. Die Lage in Millstatt direkt am Wasser ist ideal, um Wanderungen entspannt zu starten und den Tag anschließend am See ausklingen zu lassen. Zum Hotel gehört das „SeeBad“ und das Biwak „Sonnenuntergang“.
Anreise & Mobilität ohne Auto


Die Region rund um den Millstätter See lässt sich hervorragend ohne Auto erkunden. Die Anreise erfolgt bequem mit der Bahn bis zum Bahnhof Spittal an der Drau. Von dort bringen dich Busverbindungen oder das sogenannte Nockmobil flexibel weiter zu deiner Unterkunft.
Das Nockmobil ↗ ist ein Shuttle-Service mit zahlreichen Haltepunkten in der Region (telefonisch oder per Postbus Shuttle App buchbar) und eignet sich ideal, um auch abgelegenere Ausgangspunkte für Wanderungen zu erreichen, wie zum Beispiel die Schwaigerhütte. Vor Ort kannst du einige Strecken ebenfalls gut mit öffentlichen Verkehrsmitteln oder zu Fuß zurücklegen.
So steht einem entspannten und nachhaltigen Wanderurlaub nichts im Wege.
Zwischen Bergen und See entsteht am Millstätter See eine besondere Mischung aus alpinem Wandern und mediterrane Atmosphäre. Die abwechslungsreichen Touren, die beeindruckenden Ausblicke und die Nähe zum Wasser machen die Region zu einem idealen Ziel für alle, die Natur und Bewegung miteinander verbinden möchten.
Dieser Blogbeitrag ist in Zusammenarbeit mit der Tourismusregion entstanden. Die Inhalte habe ich frei und unabhängig gestaltet.
